Zehn Mal mussten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hakeborn im vergangenen Jahr ausrücken. Zusammen waren die Hakeborner Blauröcke 43 Stunden und 44 Minuten im Einsatz. Einen nicht unerheblichen Teil machten dabei die Hochwassereinsätze aus.

Hakeborn l Hinter den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Hakeborn liegt ein durchschnittliches Jahr 2013. So schätzte es Wehrleiter Olaf Winkler bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag ein. Insgesamt rückten die Kameraden in den vergangenen zwölf Monaten zehn Mal aus. Trotzdem, so stellte es der Wehrleiter fest, steigen auch die Einsatzzahlen der Feuerwehr Hakeborn. 2011 wurden die Kameraden der Börde-Hakel-Gemeinde nämlich dreimal alarmiert, 2012 schon sechs Mal. In Erinnerung geblieben ist den Kameraden aus Hakeborn vor allem der Großbrand im Februar 2013 im landwirtschaftlichen Betrieb der Familie Kortum in Egeln. "Nicht zu vergessen die Hochwassereinsätze, die zwar für uns weniger personalintensiv, jedoch für die Kameraden sehr zeitintensiv waren", so Olaf Winkler weiter.

Zur Feuerwehr Hakeborn gehören derzeit 18 aktive Kameraden, davon zwei weiblich. Von diesen 18 Kameraden sind 14 im Einsatzdienst. Hinzu kommen drei passive Kameraden, sechs Alterskameraden und sechs Mitglieder in der Jugendfeuerwehr.

Ein Problem ist in Hakeborn, wie in anderen Wehren auch, die Tagesalarmsicherheit. "Die ist insbesondere wochentags von 6 bis 18 Uhr weiterhin nichts ausreichend gewährleistet. So kann es bei einem Einsatz tagsüber durchaus zu einem mitteldeutschen Feuerwehrtreffen kommen", schilderte der Wehrleiter. Daher hofft er, dass in den nächsten Jahren junge Kameraden ihre Grundausbildung machen und den Einsatzdienst der Feuerwehren unterstützen. "Die Einsätze sind gut gelaufen, haben aber auch gezeigt, dass in Sachen Ausbildung nichts schleifen gelassen werden darf", so Winkler weiter. Die Einsatzorte liegen vermehrt außerhalb von Hakeborn. "Daher ist es wichtig, dass alle Ortsfeuerwehren in der Egelner Mulde eng zusammenarbeiten", machte der Wehrleiter weiter deutlich.

Auch wenn zehn Alarmierungen in einem Jahr nicht viel sind, so waren die Einsätze der Feuerwehr Hakeborn teils sehr zeitintensiv. Insgesamt waren die Kameraden der Feuerwehr 43 Stunden und 44 Minuten im Einsatz. Hinzu kommen 487 Dienst- und Ausbildungsstunden aller Kameraden.

Viel Arbeit steckten die Hakeborner Kameraden auch in die Sanierung des Feuerwehrgerätehauses in Hakeborn und in die Organisation und Unterstützung von Festen und Veranstaltungen in der Gemeinde.

Lobende Worte für die Einsatzbereitschaft und die Arbeit der Kameraden gab es vom Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr: "Die Kameraden der Feuerwehren in der Egelner Mulde haben die höchste Anerkennung verdient", so Stöhr der gleichzeitig auch den Hakeborner Kameraden für ihre Eigenleistungen bei der Sanierung des Feuerwehrgerätehauses dankte. "Der Dank gilt auch den Partnern der Kameradinnen und Kameraden", machte André Kulak, Bürgermeister der Gemeinde Börde-Hakel deutlich. Er sieht die Feuerwehr auch als Kern für das kulturelle Leben im Ort. Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Hakeborn wurde gleichzeitig für Ehrungen von Kameraden genutzt (siehe Infokasten).

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