Dass das Volkshaus in Cochstedt sanierungsbedürftig ist, steht seit Jahren außer Frage. Jetzt spitzt sich die Lage aber zu, weil nicht sicher ist, ob die Decke noch hält.

Cochstedt l Eile ist für Cochstedts Ortsbürgermeister Wolfgang Weißbart (parteilos) geboten. Er schätzt den derzeitigen baulichen Zustand des Volkshauses in Cochstedt als dramatisch ein.

Weißbart sorgt sich, denn das Gebäude wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Jugendweihen sollen hier im Frühjahr stattfinden. "Es ist der einzige Saal, den wir haben", stellte er den Ernst der Lage kürzlich öffentlich dem Stadtrat vor. Weißbart appellierte an die Stadtverwaltung, bei allen finanziellen Sorgen, das Volkshaus nicht dem Verfall Preis zu geben.

"Es ist der einzige Saal, den wir haben."

Denn die Lage spitzt sich derzeit zu, weil sich seit Jahren bestehende Schäden, die bekannt sind, verschlechtert haben.

Auf Nachfrage der Volksstimme erklärte Bauamtsleiterin Sigrid Bleile, dass ein Statiker unbedingt zu Rate gezogen werden muss. "Wir müssen prüfen, ob die Decke noch hält", sagte sie. Denn das Dach sei marode. Es habe öfters rein geregnet. Welche Schäden die Nässe angerichtet hat, ist derzeit unklar. "Wir wissen nicht, wie die Konstruktion unter dem Dach aussieht", begründete Bleile das Hinzuziehen des Fachmanns.

Wie es weiter geht, soll im April gesagt werden

Im Hauptausschuss im April, das versprach sie, könne definitiv gesagt werden, wie es weiter geht. Bis dahin will die Stadt Hecklingen alle Hebel in Bewegung setzen, den Sachverhalt zu klären. Schon in der kommenden Woche, so hieß es am Freitag, soll der Statiker rausgeschickt werden.

"Wir wissen nicht, wie die Konstruktion unter dem Dach aussieht."

Stadträtin Mandy Witt (FDP) aus Cochstedt merkte ebenfalls an, dass eine zeitnahe Information dringend nötig ist. Anfang Mai seien Jugendweihen im Volkshaus geplant. "Wir müssen rechtzeitig wissen, ob wir rein können", sagte sie.