Staßfurt (rki) Die Zeichen für die Verpachtung des im Stadtbesitz befindlichen Strandsolbades stehen auf grün. Bis auf die Linken plädierten in der Ratssitzung am Donnerstag alle Fraktionen für den Privatisierungs-Vorschlag der FDP. Mit knapper Mehrheit von 17 Ja-Stimmen und 15 Nein-Stimmen griffen die Volksvertreter dort einen gemeinsamen Antrag von CDU und SPD auf.Sie hatten sich dafür ausgesprochen, zunächst erst einmal im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens zu prüfen, ob es für die Übernahme des Strandsolbades überhaupt Anwärter als Pächter gibt. Mit diesem Personenkreis sollen dann notwendige bauliche Veränderungen vor dem Vertragsabschluss festgestellt werden. Gegebenenfalls soll der Bereich der Bungalowsiedlung vertraglich mit einbezogen werden.Die Fraktionschefs Marco Kunze (CDU) und Michael Hauschild (SPD) hatten zur Begründung daraufhingewiesen, dass der Stadt im Jahr 2012 durch das Betreiben des Bades ein Fehlbetrag von 59 000 Euro entstanden sei. 2013 werden es voraussichtlich 40 000 Euro sein. "\'Wir versprechen uns von einem privaten Betreiber mehr Dynamik und eine größere Ausstrahlungskraft", sagte der stellvertretende CDU-Fraktionschef Heinz Czerwienski. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Staßfurter Geschichtsvereins legt er besonderen Wert darauf, dass dieses in Deutschland einmalige Binnensolbad erhalten bleibt und entsprechend seiner Bedeutung betrieben war der Versuch des UBvS-Fraktionschefs, Corinthus Schobes, den von der FDP zurück gezogenen Antrag und den von CDU und SPD zu verbinden, mit großer Mehrheit gescheitert. "Wenn vier Fraktionen das gleiche Ziel haben, sollte man das machen", warb Schobes im Rat um Zustimmung.Die Linken hingegen halten die Suche nach einem privaten Betreiber, wie zum Beispiel für das Naherholungszentrum "Löderburger See" oder den Albertinesee zwischen Förderstedt und Üllnitz, beim Strandsolbad für den falschen Weg kommunales Gut aus der Hand zu geben, sagte der stellvertretende Fraktionschef Ralf-Peter Schmidt.