Staßfurt l Weniger als 20 Prozent der Abgeordneten in Kreistag, Stadtrat und Ortschaftsräten der Stadt Staßfurt sind Frauen. Einfach zu wenig, meint die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Christine Fischmann - und lud zusammen mit dem Landesfrauenrat zu einer kommunalpolitischen Schulung ein.

Leider folgten am Sonnabend nur sechs interessierte Frauen in den "Lauratreff". Für einige von ihnen war das Einmaleins der Kommunalpolitik - vorgetragen vom Kommunalpolitischen Forum - nichts Neues. "Solche interessanten Themen aufzufrischen, das ist immer gut", meint die Staßfurter CDU-Stadträtin Sabine Kost.

Dass hier Mitglieder und Sympathisanten unterschiedlicher Parteien an einem Tisch saßen, störte wenig. "Uns geht es um die Sache, dass Frauen versuchen sollten sich einzubringen. Es bestimmen Männer mit absoluter Mehrheit, was sie für Frauen gut und richtig befinden. Wir verstehen uns jedenfalls prima", so Christine Fischmann, die selbst für die Linke und den Kreistag kandidiert. Kathrin Werner arbeitet im Büro vom CDU-Ortsverband und hat auch keine Berührungsängste. "Wir wollen für unsere Stadt an einem Strang ziehen", ergänzt Kathrin Werner, die für die CDU in den Stadtrat will.

"Dann müsste man wissen, wie läuft das dort"

Für Susanne Schmeißer als Geschäftsführerin des Kreisverbands der Volkssolidarität Aschersleben-Staßfurt-Quedlinburg ist es zeitlich momentan kein Thema, in einem Rat mitzuarbeiten. "Aber es wäre eine Option. Und dann müsste man schon wissen, wie läuft das dort."

Marga Käppner ist unterdessen Mitglied im Stadtseniorenrat und findet es einfach wichtig für die Zusammenarbeit, Bescheid zu wissen über die Aufgaben eines Stadtrats.

Wenn heute für die Kommunalwahl der letzte Bewerbungstag ist, blickt die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt optimistisch auf die künftige Sitzverteilung in den Räten des Stadtgebiets, was Männer und Frauen betrifft, und dass nicht mehr nur 13 Frauen insgesamt im Stadtrat und den Ortschaftsräten vertreten sein werden: "Der Aufruf kommt langsam an."

   

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