Güsten l Während sich in Bayern die Biber vermehrt unbeliebt machen und sogar abgeschossen werden (Volksstimme berichtete), sind es entlang der Wipper Maulwürfe, die Anlass zur Sorge geben. Das Werk der "Buddelflink"-Familien ist in Form Hunderter kleiner Hügel auf den Wipper-Dämmen zwischen Warmsdorf und Osmarsleben zu sehen.

Aber wie geht man nun gegen das unerwünschte Treiben von Tieren vor, die unter Naturschutz stehen?

"Die Verwaltung hat den Flussbereichsleiter des Landesbetriebs für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft informiert", erklärt Verwaltungsleiter Steffen Globig. Es werde nicht befürchtet, dass gleich die Dämme aufweichen. Das LHW will die Sache aber weiter im Blick behalten.

Mit Gift oder Fallen sei da jedenfalls nichts zu machen, wegen des speziellen Schutzes der Tiere eben. Die Maulwurfhügel sollen nun aber regelmäßig "platt gemacht" werden, wodurch man hofft, die unliebsamen Buddler auf umweltschutzverträgliche Art zu vertreiben. Das haben übrigens einst die Schafe erledigt, die nicht nur zur Abweidung über die Dämme getrieben wurden. Schafe fehlen allerdings bekanntlich immer mehr in unserer Landschaft.

Mitte April sind turnusgemäße Deichschauen im Wipperbereich um Güsten geplant. Am 17. April, beginnend in Klein Schierstedt bis Amesdorf, am 22. April von der Ruschemühle zwischen Amesdorf und Güsten bis Ilberstedt. Dabei sollen dann weitere Maßnahmen festgelegt werden, falls erforderlich.

Nutrias stellten übrigens auch schon mal ein wirkliches Problem dar an der Wipper, da sie weitaus größere Baue in die Dämme trieben. Die großen Nager wurden aber mit Fallen gefangen und andernorts wieder ausgesetzt.