Der Seniorenbeirat der Stadt Staßfurt will die Kandidaten für den neuen Stadtrat am 14. April in einem Forum im Tillysaal prüfen. Dieses und andere Themen berieten die Senioren bei ihrem Treffen in Löderburg.

Löderburg l Diesmal nahm der Staßfurter Seniorenbeirat für seine Mitgliederversammlung eine Einladung der Löderburger Feuerwehr wahr und beriet in deren Klubraum zu wichtigen Themen.

Doch zunächst stellte Manfred Lehrmann, für Löderburg im Beirat, das Gerätehaus vor. "Im nächsten Jahr wird die Wehr 130 Jahre alt, und ich bin in diesem Monat 60 Jahre dabei und habe ein Buch darüber geschrieben" sagt er mit Stolz in der Stimme.

Nach einem herzlichen Dankeschön für die Einladung begann der Vorstandsvorsitzende, Peter Maier (Brumby), die Beratung. An führender Stelle war dabei die Vorbereitung der Veranstaltung "Wahlprüfsteine", die am 14. April, 18 Uhr im Tillysaal des Salzlandtheaters stattfinden wird, und zu der die Staßfurter herzlich eingeladen sind.

Dabei wird den Spitzenkandidaten der einzelnen Parteien und auch Einzelbewerbern vor der Wahl auf den Zahn gefühlt. Wie wollen sie sich für die Senioren von Kernstadt und Ortsteilen einsetzen, ist an diesem Tag die entscheidende Frage. Und die "Alten" haben jetzt schon einen ganzen Fragenkatalog vorbereitet. Da steht die Zusammenarbeit zwischen Kernstadt und Ortsteilen zum Wohle der Einwohner über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg ebenso auf der Agenda, wie die Bedingungen für ältere Bürger, vor allem wenn sie außerhalb wohnen und in der Kernstadt zum Arzt, zum Einkaufen oder ins Theater wollen.

Auch ein funktionsfähiges Radwegenetz, behindertengerechte Wege und Plätze, altersgerechte und bezahlbare Wohnungen, mindestens die Polizeipräsenz beibehalten und schließlich auch den Leerstand bei Kleingärten reduzieren, das alles sind Punkte, auf die die ältere Bevölkerung an diesem Tag Antworten hören will.

Ein weiteres wichtiges Thema in der Beratung war die Gestaltung der weiteren Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus. Sowohl Seniorenbeirat, als auch Krankenhausleitung wollen zusammenarbeiten, damit aus einem Krankenhaus alter Art ein modernes seniorenfreundliches Klinikum wird.

Die Zusammenarbeit soll in einem gemeinsamen Arbeitskreis erfolgen, für den sechs Beiratsmitglieder gewählt wurden. Auch hier wird vom Seniorenbeirat bis zur ersten Zusammenkunft Ende Mai ein Themenkatalog erarbeitet, für den die Zuarbeit der Einwohner erwünscht ist.

Das dritte wichtige Thema ist unter dem Namen "Sitzbankkonzept" zu finden. Ja, noch ist es eine Konzeption, aber die ersten sieben Bänke sind schon fertig und werden in nächster Zeit aufgestellt werden. Und Staßfurt wird dadurch lebenswerter. Es ist eben nicht besonders positiv, wenn zum Beispiel zwischen dem Bahnhof und Real keine Möglichkeit besteht, einmal Platz zu nehmen und einen Moment zu verschnaufen. Oder wenn man auf dem Friedhof ein Grab gepflegt hat, und sich nicht danach einen Moment auf einer Bank erholen kann.

Nach und nach soll Staßfurt so mit Bänken bestückt werden, wie es erforderlich ist. Geld aus dem Haushalt der Stadt soll dabei nur eine von mehreren Rollen spielen. Mit Spenden der Einwohner, Bankpatenschaften von Gewerbetreibenden und ähnlichem soll es Stück für Stück vorwärts gehen. Und der Seniorenbeirat wacht darüber, dass das Tempo dabei nicht zu langsam wird.

Der Seniorenbeirat setzt bei allen drei Vorhaben auf die Zusammenarbeit mit der gesamten Bevölkerung. "Nur gemeinsam können wir es schaffen", lautet das Credo.

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