Am Rande des Silvester-Laufs, den der SV Wolmirsleben und die Gemeinde schon seit 15 Jahren ausrichten, sprach Hartmut Brose mit Bürgermeister Knut Kluczka über das abgelaufene Jahr und seine Wünsche und Vorstellungen im zweiten Jahr in der Verbandsgemeinde Egelner Mulde.

Volksstimme: Wie gut war das vergangene Jahr für Wolmirsleben aus der Sicht des Bürgermeisters?

Knut Kluczka: Das zu Ende gegangene Jahr war für unser Dorf durchaus positiv. Wir haben zum Beispiel im Mai unser neues Feuerwehr-Depot einweihen können. Ein bisschen stolz bin ich auch darauf, dass es uns gelungen ist, die umfangreiche Dach-Sanierung der evangelischen Kirche zu beenden und dass die Anschaffung eines neuen Multicars, mit der heute so wichtigen Wintertechnik, Schiebeschild und Salz-Sand-Streuer, eine solide Investition in die Zukunft war.

Auch die Erneuerung der Heizungstechnik in der Grundschule passt in die Zeit. Glücklich bin ich auch darüber, dass es uns gelungen ist, die ehemalige Grundschule an einen privaten Investor zu verkaufen. Damit verbunden war aber, dass der Sportverein, der im Keller viele Jahre vertraglich Umkleideräume nutzen konnte, kurzfristig ausziehen muss. Die Planung für die Veränderung des Sportheims, neue Umkleideräume sollen hier entstehen und der Anbau für ein Vereinszimmer, ist gelungen, so dass zum Ende 2011 die Sportler ihr eigenes Domizil haben. Dass wir 2011 auch die grundhafte Erneuerung der Ernst-Wille-Straße beginnen können, muss man der klugen vorausschauenden Arbeit des Gemeinderates und des Bauamtes zugute halten.

Volksstimme: Was hätte denn besser laufen können?

Kluczka: Wolmirslebens Kommunalpolitiker hätten es gern gesehen, wenn wir den Großen Schachtsee schon an einen potenten Investor hätten veräußern können. Dies war leider nicht machbar. Das Thema muss somit 2011 zum Erfolg geführt werden. Für alle Wolmirsleber kann ich hier nur betonen, der See wird auch in Zukunft ,unser’ Badesee bleiben. Aus meiner Sicht wird auch in der Perspektive Wolmirsleben und mit dem Großen Schachtsee weiter in der öffentlichen Wahrnehmung eine Einheit bilden können.

Volksstimme: Was nimmt sich die Gemeinde und speziell ihr Bürgermeister für 2011 vor?

Kluczka: Über die materiellen Veränderungen, die 2011 realisiert werden müssen, habe ich ja schon gesprochen. Für mich ist eine ganz wichtige Seite meiner Arbeit die weitere systematische Festigung des Vereinslebens, auch für die Kindertagesstätte, den Schulstandort in seiner Gesamtheit werden wir weiter klug die Möglichkeiten ausschöpfen, die uns die allgemeine Finanzsituation bietet.

Die Finanzierung des Umbaus des Sportheims sowie auch die Straßenbaumaßnahme sind gewährleistet.

Nun möchte ich noch die Möglichkeit nutzen und mal unsere Gemeindearbeiter für ihr Wirken in diesem harten Winter danken. Für Wolfgang Braune und Helfried Paul würde ich mir aber sehnlichst wünschen, dass sich Schnee und Eis nicht zu häufig mit Tauwetterperioden abwechseln, denn dies würde dann vielleicht unser Gemeinwesen doch leicht überfordern.