Am vergangenen Wochenende hatten die Ortschaftratsmitglieder von Atzendorf und Ortsbürgermeister Peter Rotter zum Frühjahrsputz geladen. Dazu hatten sich auf dem Gelände der ehemaligen Kindertagesstätte etwa 50 Einwohner eingefunden.

Von Karl Seidel

Atzendorf l Vor allem die an den Ort angrenzenden Wege sollten vom dort wild abgelagerten Müll gesäubert werden. Der FDP-Fraktionschef des Ortschaftsrates und ZLG-Chef Günter Döbbel verteilte Handschuhe und teilte alle Teilnehmer in drei Gruppen ein. Noch schnell ein Gesamtbild von allen Helfern aufgenommen. Dann ging es richtig los.

Die erste Gruppe mit Sabine und Klaus Dunker, Rosa Wild-Hauser, Ina Schöler, Lilo Suckfiel, Bärbel Völker und Conny Wille, um nur einige zu nennen, sammelte am Bornschen Weg entlang den Müll ein. Hier war es besonders schlimm. Zwei Radlader, einer vom FDP-Fraktionschef des Stadtrates, Johann Hauser, gefahren, fuhren in langsamem Tempo nebenher.

Die "Fundsachen" wurden zunächst in deren Schaufeln abgelegt. Die mussten anschließend mehrmals in ein Containerfahrzeug entleert werden. Und man fand so ziemlich alles, was man sich nur denken kann. Verrostete Drahtrollen, zerbrochene Gehwegplatten, Plaste- und Papierverpackungen, ja sogar Reste von Autoreifen, die man im Gebüsch am Wegrand verbrannt hatte, waren dabei.

Ähnliche Verhältnisse trafen die beiden anderen Gruppen in ihren "Sammelgebieten". Matthias Cosic und Ortsbürgermeister Peter Rotter (beide CDU) waren mit ihrer "Mannschaft" - dazu gehörten unter anderen Henry und Philipp Gröning und Mario Töpfer - rund um das Feuchtbiotop herum tätig.

Das als Park von den Einwohnern genutzte Gelände hatte den Frühjahrsputz ebenso dringend nötig, wie der Weg vom Sportplatz in Richtung nach Staßfurt. Hier waren Anke, Kathleen und Günter Döbbel, Stadtrat Klaus Engel (SPD), Solveig Görmer und Brigitte Zies, unter anderen, tätig und kümmerten sich um den am Wegrand liegenden Müll.

Die vielen in kurzen Abständen am Milchgraben entlang liegenden und vom zuständigen Unterhaltungsverband in Borne bei der Grabenberäumung vergessenen Holzhaufen konnten sie nicht mit entsorgen.

In drei Stunden riesige Mengren an Müll zusammen getragen

Alle Teilnehmer der Aktion drückten übereinstimmend ihr Missfallen über diese Zustände aus und brachten mehr oder weniger geeignete Vorschläge ins Gespräch, wie man solche Dreckecken in Zukunft vermeiden könnte.

So wurden in drei Stunden riesige Müllberge zusammengetragen. Alles wurde leider (noch) nicht geschafft. Nach vier Stunden Arbeit setzte man sich dann bei Würstchen vom Grill, eine Flasche Cola oder Bier, die von den Gewerbetreibenden des Ortes für die fleißigen Sammler gespendet worden waren, zusammen und sprach noch einmal über das Erlebte.

Der Ortsbürgermeister sprach allen Helfern, auch denen, die mit der Bereitstellung von Technik die Aktion unterstützten, ein herzliches Dankeschön aus. Alle waren stolz, dass sie an der Sauberhaltung ihres Ortes mitgewirkt hatten.

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