Mitglieder-Plus, ein tolles 30. Salzlandfest, Salzfee-Unterstützung und wieder ein stark besuchtes "Staßfurt in Flammen". Der Gewerbeverein "Staßfurt – Stadt an der Bode" zieht eine insgesamt positive Bilanz für das vergangene Jahr. Und die Interessenvertretung der 87 Mitglieder will sich auch 2011 wieder aktiv in das gesellschaftliche Leben in der Stadt einbringen. Falk Rockmann sprach mit dem Vorsitzenden Ronald Teßmer und Vorstandsmitglied Frank Teuber.

Staßfurter Volksstimme: Wie sieht der Gewerbeverein "Staßfurt – Stadt an der Bode" das zurückliegende Jahr?

Frank Teuber: Auch die Gewerbetreibenden der Stadt Staßfurt haben zu spüren bekommen, dass das Jahr 2010 ein Jahr der Rezension war. Allerdings zogen die Geschäfte zum Jahresende hin noch etwas an.

Ronald Teßmer: In den Verein kommt eine gewisse Stabilität. Wir haben mit 87 Mitgliedern vier mehr als im Jahr zuvor. Das reicht vom kleinen Ein-Mann-Laden über Kreditinstitute bis hin zum Industriebetrieb wie das Sodawerk. Abgänge durch Geschäftsaufgaben gab es 2010 keine. Wir wollen weiter wachsen und dabei das Umland mit einbeziehen.

Volksstimme: Womit wir im neuen Jahr wären...

Teßmer: Ja, auf dem Lande sind die Probleme von Gewerbetreibenden die gleichen wie in der Stadt. Warum sollen wir sie als Interessenvertretung – wir verstehen uns als solche – nicht bei der Lösung unterstützen und enger zusammenrücken? Die Gewerbetreibenden aus den Nachbarorten sind herzlich eingeladen!

Teuber: Wir haben uns bei den Stammtischen mit der Wirtschaft und der Stadt zum Beispiel zum Thema Lehrlingsausbildung mit eingeklinkt. So eine Einrichtung wie das Motivations- und Orientierungszentrum (MOZ) ist eine sehr gute und wichtige Sache. Da müssen wir unbedingt dranbleiben. Wie hoch Bildung und Ausbildung zu bewerten sind, haben wir erfahren. Das beginnt schon mit einem gewissen Bildungsniveau beim Praktikum.

Volksstimme: Wo "mischt" der Gewerbeverein noch mit, um das Leben in der Stadt mitzugestalten?

Teßmer: Außer auf politischer Ebene sind wir vielfach dabei, was Wirtschaft, den kulturellen und Freizeitbereich anbetrifft. Stichwort "Staßfurt in Flammen". Die 6. Auflage des Straßenfestes, das weitgehend durch den Verein organisiert wird, war einmal mehr ein großer Erfolg, der über unsere Region hinaus wirkt. Für 2011 planen wir erneut vier bis fünf Gewerbe-Stammtische zu speziellen Themen. Als sehr positiv schätzen wir die Salzfee-Idee ein. Die Repräsentantin der Stadt Staßfurt wird auch weiterhin von unseren Mitgliedern aktiv unterstützt. Ist ja auch eine attraktive Sache für die Bürger.

Als eine weitere gute Sache schätzen wir die neue Weihnachtsschmuckbeleuchtung ein, an der man sich erstmals auch in der Hohenerxlebener Straße erfreuen konnte. Dank der guten Zusammenarbeit mit den Stadtwerken werden wir das von Jahr zu Jahr ausbauen.

Teuber: Unterstützt wurde von uns auch wieder die Wunschbaumaktion der Stiftung Staßfurter Waisenhaus im Real. Und das gleiche gilt für die Sponsortätigkeit der einzelnen Gewerbetreibenden für Vereine. Da muss man allerdings immer im Auge behalten, dass nur von dem abgegeben werden kann, was vorher erwirtschaftet wurde.

Wir haben aktiv auch beim IBA-Stadtentwicklungskonzept mitgewirkt, unsere Meinung mit einfließen lassen. Die Entwicklung der Stadt hat einen positiven Stand erreicht. Gerade auch, was den Umgang mit der Bergsenkung angeht. Als Beispiel möchte ich diesbezüglich die neue Adler-Apotheke nennen oder das Privathaus hinter der alten Sparkasse. Ein attraktiveres Erscheinungsbild und mehr Gewerbe liegen doch im Interesse des gesamten Gewerbevereins. Nicht zuletzt natürlich auch der Bürger und Kunden.

Volksstimme: Was betrachten Sie als die wichtigsten Aufgaben in der Stadt?

Teßmer: Dass sie den Menschen etwas bietet, um sie zu halten. Das beginnt mit Arbeitsplätzen, attraktivem Wohnraum und hört bei Freizeitangeboten wie Theater oder Erlebnisbad nicht auf. Dabei sollte sie auch solche Chancen, wie die Laga sie Aschersleben geboten hat, besser nutzen. Als Referenzstandort hätte Staßfurt sicher mehr Nutzen aus der Laga ziehen können. Über solche Dinge – positive wie negative – tauschen wir uns hoffentlich auch künftig mit dem Oberbürgermeister und der Verwaltung aus.

 

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