Meditieren im Klassenzimmer - in Hecklingen sind Schüler in sich gegangenen. Das Traumland war aber nur eine Station der groß angelegten Gesundheitsaktion, die über zwei Tage lief. "Mein Körper und Ich" lautete das Motto der Maßnahme.

Hecklingen l Ganz oben im Computerkabinett der Hecklinger Grundschule ist es mucksmäuschenstill. Keiner schnattert, und irgendwie hat auch kein Kind das Bedürfnis, etwas zu sagen. Die Mädchen und Jungen liegen einfach nur da, einige schließen die Augen, haben ein hübsches Lächeln auf den Lippen ... nebenher läuft eine Entspannungs-CD. Die sanfte Stimme lädt zum Träumen ein. "Das ist Meditation im Klassenzimmer", sagt Ines Koch. Die pädagogische Mitarbeiterin hat sich das Traumland als eine Station zusammen mit zwei anderen Lehrerinnen einfallen lassen. Die Frauen haben zwei Projekttage mit vielen weiteren Ideen zum Thema "Ich und mein Körper" gefüllt. Das Besondere dabei: Nicht die Lehrer leiten die Stationen. Sie haben Eltern dafür gewinnen können.

Oben auf den Matten, wo es so schön ruhig ist, hilft Mutter Yvonne Wandt gern aus. "Zwei bis drei Kinder sind sogar wirklich eingeschlafen", sagte sie, wie wichtig es ihrer Meinung nach ist zu lernen, auch einmal nichts tun zu können. "Das tut dem Körper gut", ist sie überrascht, wie prima die Kleinen sie Seele baumeln lassen können.

Eine Etage tiefer dreht sich alles um die Augen und mit welchen optischen Täuschungen sich unsere Sinne auf den ersten Blick einer Illusion hingeben. Farben, Formen und Schriftzüge laden zum ganz genauen Hingucken ein und sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen.

In wieder einem anderen Klassenraum sind die Erstklässler gerade damit beschäftigt, Geräusche zu erkennen, die vom Band laufen. Sie wollen auch noch Gemüsegesichter gestalten und aus Möhren, Tomaten und Gurken, die sie aus Schablonen ausschneiden, ihre eigenen Kreationen entwerfen.

Schließlich geht es auch um die um die Themen Erste Hilfe und gesunde Ernährung mit Milch.

Bleibt zu fragen, wie es zur Themenwahl "Mein Körper und Ich" kam. Dazu Ines Koch: "Im Unterricht bleibt oftmals nicht genügend Zeit, alles in dieser Ausführlichkeit durchzusprechen und Beispiele anzubringen." Weil das Thema aber eben so vielfältig sei, habe es sich auch wegen der Materialfülle angeboten, den lehrreichen Exkurs zu starten und den Unterrichtsstoff mit vielen verschiedenen Stationen zu vertiefen und alle Sinne anzusprechen.

Sport gehörte im Übrigen auch dazu. In der Turnhalle probierten sich die Kleinen im Hindernislauf aus. Danach ging`s aber schnell wieder zurück zur Entspannung.

   

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