Westeregeln l Mit einem Gottesdienst feierte gestern die Westeregelner Kirchengemeinde Sankt Jakobi die Fertigstellung der Orgelsanierung sowie den Abschluss der Sanierungsarbeiten am Gemeindehaus. Rund 200 000 Euro gab die Kirche dafür aus.

Mit Unterstützung des EU-Programms Leader konnte das Gemeindehaus saniert werden, freute sich Pfarrer Michael Weber. Das Dach wurde bereits 2012 neu gedeckt. Aus Denkmalschutzgründen musste die Kirche wieder Biberschwänze verwenden. Im vergangenen Jahr wurden dann die Fenster erneuert, schilderte Architekt Burkhard Wöbke. Mit dem Denkmalschutz habe es eine sehr konstruktive Zusammenarbeit gegeben, blickte er zufrieden zurück. Das lag auch daran, dass die Bleiglasfenster des 100 Jahre alten Hauses nur aufbereitet wurden. Innen wurden hinter die dünnen Fenster moderne Thermoscheiben gesetzt. Dadurch bleibt der Außenanblick unverändert. Selbst die Rahmen konnten weiter genutzt werden, schildert er. Die damaligen Bauherren verwendeten amerikanische Pinie. Das Holz sei äußerst robust und langlebig, beschreibt er. Die hohe Investition in die Fenster vor einem Jahrhundert zahle sich heute noch aus.

Bei der Orgel mussten vor allem die Teile erneuert werden, mit denen der Luftstrom zu den Pfeifen gesteuert wird. Viele Pfeifen der 80 Jahre alten Orgel ließen sich zwar noch anspielen. Dennoch machte der Verschleiß ein ordentliches Orgelspiel fast unmöglich, meinten die Fachleute. Friedburg Unger und Werner Jankowski zeigten ihre Fingerfertigkeit auf dem Instrument. Gemeinsam spielten sie während des Gotesdienstes auf der Orgel.