In der Stadt Hecklingen wird weiter an der Gründung eines Seniorenbeirates gearbeitet. Ein Aufruf, in dem Gremium mitzuwirken, geht jetzt in die zweite Runde. Nach einem ersten Abfrage-Durchgang gibt es aber schon Bürger, die Interesse bekundet haben, dabei zu sein.

Hecklingen l Bisher meldeten sich vier Bewerber im Hecklinger Rathaus. Sie haben sich bereit erklärt, in einem Seniorenbeirat, der für die Stadt Hecklingen - ähnlich wie in Staßfurt auch - gegründet werden soll, mitarbeiten würden. Weitere Interessenten sind gern gesehen. Deshalb läuft der Aufruf, sich zu melden, jetzt weiter. Darauf hat sich der Kultur- und Sozialausschuss auf seiner zurückliegenden Beratung geeinigt.

"Wir wollen die Leute weiter aktivieren, sich einzubringen", hofft Ingrid Engelmann (FDP), die den Ausschuss leitet, dass sich weitere Leute melden.

"Wir wollen die Leute weiter aktivieren, sich einzubringen."

Männer und Frauen ab 60 Jahre, die mit ihren Erfahrungen dazu beitragen möchten, die Senioren in den vier Orten der Stadt Hecklingen zu unterstützen, indem sie als Mitglied des Seniorenbeirates Anregungen in den Stadtrat und die Ortschaftsräte tragen, werden also nach wie vor gesucht.

Und die Gründung eines Seniorenrates in Hecklingen ist für viele wichtig, um das städtische Leben für ältere Bürger attraktiver zu gestalten. Das findet auch Ethel Maria Muschalle-Höllbach (Wählergemeinschaft Hecklingen/WGH). Die Ortsbürgermeisterin aus Groß Börnecke hat die Initiative zur Gründung ins Rollen gebracht und hält weiter daran fest. "Wir müssen irgendwann anfangen", sagte die WGH-Fraktionschefin des Stadtrates, dass es wichtig ist, das Gremium zu gründen, selbst wenn der Rat anfangs mit einigen Mitgliedern nicht so groß ist.

Ethel Maria Muschalle-Höllbach sieht es als Aufgabe des neuen Stadtrates an, dafür zu sorgen, dass sich ein Seniorenbeirat bildet. "Es ist wichtig, dass wir aus Hinweisen und aus den Erfahrungen der Bürger lernen können", sagte sie.

Doch mit welchen konkreten Anliegen beschäftigt sich ein Seniorenbeirat? Darauf angesprochen, geht Ingrid Engelmann auf Sorgen und Nöte ein, die älteren Bürgern Probleme bereiten, etwa dann, wenn sie auf Rollatoren oder den Rollstuhl angewiesen sind. Seien Bordsteine nicht abgeflacht, werde das Überqueren der Fahrbahn zum Problem. Und Ethel-Maria Muschalle Höllbach fügt als Beispiel an, dass Schaukästen mit Aushängen für Rollstuhlfahrer zu hoch angebracht sind. Ob Probleme wie diese zur Diskusion kommen, hängt aber von den Senioren ab, die im Beirat Mitglied sind.

Interessenten melden sich im Hecklinger Rathaus unter (0 39 25)9 27 00. Dort sind auch weitere Infos erhältlich.