Güsten (fro) Der Verbandsgemeinderat Saale-Wipper folgt den Bedenken der Verwaltung gegenüber den geplanten Mega-Hühnerställen bei Schackenthal und beschloss eine entsprechende Stellungnahme.Verwaltungsleiter Steffen Globig machte im Verbandsgemeinderat deutlich, dass sich nicht nur die Bürgerinitiative Sorgen mache zu den sechs Doppelstock-Großstallplänen für 450 000 Hühner bei Schackenthal. Das Vorhaben sieht zudem eine Kotlagerhalle und eine Halle für die Verpackung sowie Sozialräume vor. "Die Rechtssprechung ist inzwischen klarer und auch restriktiver. Auch wenn wir nicht zuständige Gemeinde sind, geben wir als Nachbarn unsere Stellungnahme ab und weisen auf unsere erheblichen Bedenken hin", machte Globig Mittwochabend deutlich. Diese müsse das Landesverwaltungsamt zumindest sorgfältig prüfen und entscheiden. Er habe nach Einsicht in die Unterlagen den Rechtsanwalt der Verbandsgemeinde mit Anfertigung der Stellungnahme beauftragt. "Weiterhin regen wir an, für eine Plausibilitätskontrolle der Immissionsprognose für Geruch, Ammoniak, Stickstoff, Staub und Bioaerosole, Knut Haverkamp als Gutachter einzuschalten." Der sei unabhängiger und freiberuflicher Sachverständiger für Immissionsschutz. "Ich denke, wir sind es den Bürgern schuldig, hier sorgfältig hinzusehen. Mit Tierschutz hat das alles allerdings nichts zu tun, es geht um den Schutz der Bürger." Wenn man dauerhaft und ernsthaft etwas gegen solche Megaställe machen wolle, müsse man sich "als Verbraucher umstellen und gerade Ostern die Eier vom Bauern des Vertrauens kaufen", gab Steffen Globig noch zu bedenken.