Magisch zogen in diesem Jahr die Osterfeuer auch in den Dörfern rund um Staßfurt wieder Hunderte Besucher in ihren Bann. Die Freude an diesem Brauch ließen sich vor allem die Förderstedter nicht verderben, nachdem Unbekannte ihren Schober bereits vor Ostersonnabend angezündet hatten.

Staßfurt l Wehrleiter Hans-Jürgen Lärz und seine Förderstedter Kameraden wollten es den "Gaunern" zeigen, die das Feuer schon zwei Tage vor dem Termin abfackeln wollten (Volksstimme berichtete). "Alle haben sich bemüht, den Holzstapel neu aufzuschichten und so den Kindern und Erwachsenen das traditionelle Osterspektakel zu ermöglichen", so der Wehrleiter.

Acht große Hänger mit Schnittgut wurden vom Lagerplatz am Friedhof und zwölf weitere von verschiedenen Stellen im Staßfurter Stadtgebiet herangeschafft und neu gestapelt. Ein Dankeschön richtet der Wehrleiter an die hiesige Landwirtschaft von Marco Kunze, Heinz Preisicke aus Üllnitz, sowie an die Kameraden und Einwohner, die mit geholfen haben, das diesjährige Förderstedter Osterfeuer zu retten. Kunze war mit Radlader und Fahrzeugen und Alterskamerad Preisicke mit seinem Bagger dabei. Die Nachwuchskräfte verteilten sogar noch 500 bunte Ostereier an die Anwesenden. Leider konnte das Kinderkarussell wegen eines technischen Defekts in diesem Jahr nicht aufgebaut werden.

Abschließend betonte Jugendwart Ralf Zaschke noch: "Auch zukünftig wird es nicht gelingen, den Förderstedtern auf so niederträchtige Weise ihr Osterfeuer zu nehmen." Und mehrere Einwohner schlossen sich dieser Meinung an.

Im Nachbardorf Üllnitz war das Interesse für das Osterfeuer ebenfalls riesengroß. Da in Glöthe in diesem Jahr kein Feuer abgebrannt wurde, waren viele Einwohner nach Üllnitz gekommen. Das ist auch der einzige Ort, in dem noch ein Umzug zum Brennplatz stattfindet. Mit dem Spielmannszug der FFW Biere an der Spitze und vielen Einwohnern im Umzug ging es - begleitet von der Jugendfeuerwehr mit Fackeln -zum Brennplatz. Vor etwa 500 Zuschauern wurden diese zum Anzünden des Feuers benutzt, das den Menschen an diesem Abend wie überall viel Vergnügen bereitete.

Auch in Neundorf ist es Tradition, das Osterfeuer mit einem Fackelumzug zum ehemaligen Reitplatz zu beginnen. Im vergangenen Jahr war es wegen des langen Winters wie vielerorts verschoben worden.

Da das Feuer in Rathmannsdorf aus diesem Grunde 2013 gar nicht stattfand, war der Haufen nun natürlich umso größer. Und so konnten die Besucher in der Kiesgrube lange an der wärmenden Glut aushalten. Viele ehemalige Einwohner und auch viele Gäste nutzen diese Gelegenheit immer wieder gern, um sich beim Wiedersehen auszutauschen und zu feiern. Schätzungsweise 300 Osterfeuerfreunde trafen sich in diesem Jahr.

Und auch am Güstener Kiesschacht versammelten sich mindestens ebensoviele Feuerfans. "Alle Jahre wieder" konnten die Kameraden dort dieses Mal angesichts der top Wetterbedingungen in der Musikkonserve lassen. Dafür erklangen Titel wie "So nah am Feuer" passend zu einem gelungenen Osterfeuer 2014 auch dort.

Als nächstes lädt der Dorfgemeinschaftsverein Amesdorf/Warmsdorf am 30. April zum Hexenfeuer nach Amesdorf ein.

   

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