Bei täglichen Kontrollfahrten haben die Verbandsgemeinde und der Bürgermeister den Pegelstand der Bode genau im Blick. Teilweise ist der Fluss schon über die Ufer getreten. Bewohnte und bebaute Gebiete seien aber noch nicht betroffen. Auch am Wochenende wird man in ständiger Bereitschaft sein.

Egeln. Die Hochwasserlage in der Egelner Mulde wird ernster. Seit gestern steigen die Pegel der Bode leicht an. "Die Bode ist randvoll. Teilweise tritt sie schon über die Ufer. Doch zum Glück sind bewohnte Gebiete davon nicht betroffen", konnte Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr gestern berichten.

Zweimal täglich führt das Ordnungsamt Kontrollfahrten durch. "Das Problem ist, dass wir keine Messstelle haben. Wir müssen uns an Punkten wie Brücken oder Ähnlichem orientieren. Die Pegelstände fragen wir für Staßfurt oder Wegeleben ab", so Stöhr. Deutliche Veränderungen seien an der Fließgeschwindigkeit der Bode spürbar. Bis zu 50 Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen durch die Bode. "Hinzu kommt auch noch der Regen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, wie viel Niederschlag bei uns fällt, sondern was im Harz runter kommt", erklärt der Verbandsgemeindebürgermeister weiter.

Ordnungsamt und Feuerwehr sind jedoch in ständiger Bereitschaft. "In Hakeborn hat es gestern einen Einsatz gegeben. Die ehemalige Schäferei am Mechthildplatz ist vollgelaufen. Grund dafür war ein verstopftes Rohr", so Stöhr. Die Feuerwehr pumpte das Wasser ab, eine Spezialfirma kümmerte sich um die Reinigung des Rohres.

Neben dem normalen Bereitschaftsdienst wird Steffen Malucha vom Ordnungsamt der Verbandsgemeinde auch am Wochenende regelmäßig Kontrollfahrten in den Gemeinden der Egelner Mulde durchführen. "Wir stehen alle in Kontakt. Sollte es nötig sein, wird die Feuerwehr sofort ausrücken und Maßnahmen ergreifen", machte der Bürgermeister deutlich. Die Kamer- aden stehen parat.