Am vergangenen Mittwoch fand in der Aula des Gymnasiums in Egeln das zweite Neujahrskonzert der Verbandsgemeinde Egelner Mulde statt. Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie begeisterte in diesem Jahr das Publikum mit Stücken, die sich um das Thema Frauen drehen.

Von Nadja Bergling

Egeln. Auch wenn man bei dem Wetter eigentlich lieber in den eigenen vier Wänden bleiben möchte, machten sich am Mittwochabend zahlreiche Musikbegeisterte auf den Weg in die Aula des Gymnasiums in Egeln. Die Verbandsgemeinde Egelner Mulde hatte zu ihrem zweiten Neujahrskonzert eingeladen. Und wieder einmal sollte die Mitteldeutsche Kammephilharmonie das Publikum begeistern.

Eröffnet wurde das Konzert selbstverständlich durch den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Michael Stöhr. Im vergangenen Jahr war die Eröffnung des Neujahrskonzertes seine erste Amtshandlung als Bürgermeister der gerade einmal sechs Tage alten Verbandsgemeinde. "Noch vor einem Jahr war die Verbandsgemeinde ein zartes Pflänzchen. Doch mittlerweile hat sie sich zu einer starken Pflanze entwickelt. Das war nur durch die Unterstützung und tatkräftige Hilfe zahlreicher Menschen möglich", sagte Stöhr und blickte dabei durch die Besucherreihen. "Ich kann auch heute wieder viele ‘Wiederholungstäter‘ unter Ihnen entdecken. Das zeigt, dass die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie auch in der Egelner Mulde gut ankommt. Viele von Ihnen haben die drei Konzerte, welche die Kammerphilharmonie innerhalb eines Jahres in Egeln gab, besucht. Das freut mich sehr", schloss der Bürgermeister seine Ausführungen ab und machte auf der Bühne Platz für das Orchester. Die Musiker und auch Dirigent Christian Simonis wurden mit Applaus empfangen.

Frauen sind Thema in den Stücken

In diesem Jahr trug das Konzert den Titel "Frauenherz". Und wie der Name schon sagt, drehte es sich in den gespielten Stücken um die Damenwelt. Eröffnet wurde das Konzert mit der Ouvertüre zur Operette "Wiener Frauen" von Franz Lehár. Es folgten "Die Kokette", "Frauenherz" und "Plappermäulchen" von Joseph Strauß.

IN "Dunkelrote Rosen bring ich schöne Frau", dem Lied aus der Operette "Gasparone" von Carl Millöcker bestach Tenor Michael Zabanoff mit seinem Gesang. Seine umfassende Ausbildung als Sänger und Gesangspädagoge erhielt Michael Zabanoff an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" in seiner Heimatstadt Berlin. Seit 1999 ist Zabanoff freischaffend tätig und gastiert regelmäßig an Theatern und auf Festivals. Dem Schönebecker Operettensommer auf dem Bierer Berg hält er schon seit dem Jahr 2000 die Treue. Im vergangenen Jahr war der Tenor im "Pariser Leben" in der Rolle des Raoul de Gardefeu zu erleben. Das Bühnen-Repertoire von Michael Zabanoff umfasst 20 verschiedene Partien aus Oper und Operette.

Simonis dirigiert das Publikum

Schon nach dem ersten Ton des Sängers zeigte sich das Publikum begeistert und applaudierte dementsprechend. Nach Stücken von Strauß und Lehár wurde der zweite Teil des Neujahrskonzertes mit dem Fatinitza-Marsch von Franz von Suppé eröffnet. Und das Egelner Publikum kam in den Genuss einer Uraufführung. Die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie spielte die Serenade for Tamara von Charles Kálmán, die im vergangenen Jahr geschrieben wurde.

Die Konzert-Besucher waren begeistert, spendeten nicht enden wollenden Applaus und Jubelrufe zogen durch die Aula. Ja, in Egeln lässt man die Musiker nicht ohne Zugaben gehen. Und da der Radetzky-Marsch im vergangenen Jahr die Besucher von den Stühlen riss, ließ es sich die Mitteldeutsche Kammerphilharmonie auch nicht nehmen, sich mit diesem Titel zu verabschieden. Und wieder stand das Publikum und klatschte mit. Christian Simonis dirigierte dann nicht mehr das Orchester, sondern die Konzertbesucher.

Für alle hatte sich der Weg in die Aula gelohnt, auch bei dem schlechtem Wetter.

 

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