Die Projektgruppe "Familienfreundliches Wohnquartier in Staßfurt-Nord" stellt einiges auf die Beine. Jetzt konnte sie den ersten Spatenstich für den neuen Spielplatz feiern. Am Kindertag schon können Kinder, Erwachsene und Senioren auf den Spielgeräten loslegen.

Staßfurt l Lachende Kinder aus der Kita "Bummi" gesellten sich erst etwas schüchtern zu den wichtig aussehenden Herren im Anzug. Aber dann packten die Mädchen und Jungen zu und warfen die Erde mit der Schaufel so hoch wie es nur ging. Schon am Kindertag, am 1. Juni, dürfen sie und alle anderen Kinder aus Staßfurt-Nord die Spielgeräte entern. Dann gibt es nämlich ein großes Kinderfest, bei dem der Spielplatz eingeweiht wird.

Ein besonderes Ereignis war der gestrige Spatenstich in der Straße der Völkerfreundschaft nicht nur für die Kinder, sondern auch für Staßfurt insgesamt. Mit der Projektgruppe "Familienfreundliches Wohnquartier in Staßfurt-Nord" haben es Stadt, Firmen und Einrichtungen geschafft, an einem Strang zu ziehen und gemeinsame Projekte, wie diesen Spielplatz, in die Tat umzusetzen.

Oberbürgermeister René Zok hat die Leitung des Projektgruppe inne und konnte viele engagierte Mitstreiter finden, wie sich am Beispiel des Spielplatzes zeigt: "Die Wohnungs- und Baugesellschaft (Wobau) fungiert als Bauherr. Für die Finanzierung sorgen das Land Sachsen-Anhalt und die Investitionsbank mit 52000 Euro Fördermitteln aus dem Programm `Demografischer Wandel`. Die Sparkasse übernimmt die Co-Finanzierung des Projekts, das insgesamt 65000 Euro kostet", erklärte René Zok. Die Lebenshilfe Bördeland wird die Zäune um den Spielplatz setzen. Die Wohnungs- und Baugenossenschaft Staßfurt stellt dafür das Material zur Verfügung. Und das große Kinderfest zur Eröffnung wird wahrscheinlich das Berufsförderungswerk gestalten.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung wird die Wobau den Spielplatz auch offiziell der Stadt übereignen, die dann mit dem Stadtpflegebetrieb wiederum die Wartung der Spielgeräte und die Pflege der Grünflächen übernimmt.

Das Besondere an diesem Spielplatz ist auch, wer entschieden hat, welche Spielgeräte hier einmal stehen sollen: Die Kinder aus Staßfurt-Nord votierten bei einer Abstimmung im Januar für Parallelschwinger, die Geräte "das Molekül" oder den "Herr der Ringe". Hinzukommen eine Nestschaukel, die auch körperlich Behinderte nutzen können, und ein Radtrainer, auf dem sich Erwachsene fit halten können.

Das Projekt ist auch in Sachsen-Anhalt eine Besonderheit. Denn es ist aus einem Projekt des Ostdeutschen Sparkassenverbandes hervorgegangen, für das nur je ein Landkreis aus vier Bundesländern ausgewählt wurde. Daher auch das Lob von Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel: "Ich danke der Stadt und allen Akteuren, die nicht aufgehört haben, sich Gedanken zu machen, wie man Staßfurt attraktiv gestalten kann."

Bilder