Was ist geworden aus? Diese Frage greift die Redaktion Woche für Woche auf. Heute geht es um den Spielplatz Hecklingen. Vor knapp vier Jahren war dort immer wieder randaliert worden. Räte wollten damals sogar Streife laufen. Heute hat sich der Zustand verbessert, auch ohne Kontrollen.

Hecklingen l Das Gras ist frisch gemäht, Bierflaschen sind nicht zu sehen, die Bänke und die Geräte scheinen auf den ersten Blick in Ordnung zu sein: Beim gestrigen Fototermin auf dem Hecklinger Spielplatz sind am Vormittag zwar noch keine Kinder zu sehen, aber: "Nachmittags ist hier immer viel los", erzählt Marleen Helmholz, die gerade zufällig einen Kinderwagen mit ihrer Kleinen nach dem Einkauf im benachbarten Supermarkt vorbeischiebt. Die junge Frau weiß das, weil sie ein bis zwei Mal in der Woche mit ihrem dreijährigen Sohn zum Spielen vorbeikommt. In diesem Jahr sei der Zustand des Spielplatzes besser, sagt sie und hofft, dass das so bleibt.

Denn vor knapp vier Jahren bot sich Mädchen und Jungen, die dort toben wollten, ein anderes Bild: Glas, hohes Gras und demolierte Bänke, eine kaputte Tür. Immer wieder war in Ratssitzungen auf die Problematik aufmerksam gemacht worden

Vor allem Stadtrat Klaus Riederer (Wählergemeinschaft Hecklingen) hatte das Thema nicht selten zur Sprache gebracht. Zusammen mit dem früheren Ortsbürgermeister von Groß Börnecke Dieter Engelhardt hatte er sich damals sogar bereit erklärt, abends Streife zu laufen, um herauszufinden, wer für Zerstörungen und Verunreinigungen verantwortlich ist. Ein paar weitere Leute hätten sich damals noch gefunden. Aber das reichte nicht aus", erklärte Riederer gestern, dass es zu keinen Kontrollen kam.

Dass sich das Bild trotzdem gewandelt hat, sagt die Bauamtsleiterin der Stadt Hecklingen Sigrid Bleile: "Wir haben nicht mehr die Beschwerden wie vor Jahren." Neue Bänke seien aufgestellt worden. "Es ist nicht alles zu 100 Prozent so, wie es wünschenswert wäre. Aber die Situation ist nicht mehr so dramatisch wie sie einmal war. Ich denke, Eltern und Kinder fühlen sich wohl", sagte die Amtsleiterin.

Klaus Riederer sieht das anders. "Der Spielplatz sieht traurig aus", stufte er die Ausstattung als "armselig" ein. Mit Hilfe von Sponsoren könnten weitere Neuanschaffungen in die Wege geleitet werden, findet er. Riederer fehlt es außerdem an einem Ausbaukonzept.

Dazu sprach die Volksstimme gestern mit Britta Fasel vom Hauptamt der Stadt, die für den Spielplatz mit zuständig ist. Sie erklärte, dass sich die Stadt Ausgaben für den Spielplatz eigentlich nicht leisten kann. "Wir sind aber immer am Suchen nach Fördergeldern. ... Wir versuchen in kleinen Schritten voran zu kommen", sprach Britta Fasel auch von einem guten Kontakt zu den Eltern, die immer dann, wenn Probleme bestehen, auf diese aufmerksam machen, ist die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung froh darüber.

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