Im Egelner Rathaus bereiten sich die Mitarbeiter auf die Wahl vor. Diesmal könnte es einen neuen Rekord bei den Briefwählern geben. Rund 3500 Wahlbriefe erwartet die Verwaltung.

EgelnerMulde l Die Kommunalwahl beschäftigt die Verwaltung in der Egelner Mulde bereits weit vor dem eigentlichen Wahltermin. Denn schon vor dem eigentlichen Wahltermin am 25. Mai müssen die Wahlunterlagen für die Briefwähler bereitliegen und verschickt werden. Noch sind die Unterlagen nicht da. Aber schon in der kommenden Woche könnte der Versand starten, meint die Egelner Hauptamtsleiterin Dagmar Witzke.

Die Wahlbenachrichtigung für die Kommunalwahl hat die Verwaltung bereits an die Einwohner der Egelner Mulde verschickt. Hier finden die Bürger auch die notwendigen Hinweise, wenn sie die Briefwahl nutzen wollen.

Nach dem Ausfüllen des Formulars für die Briefwahl verschickt die Kommune die Unterlagen oder die Bürger holen sie selbst im Rathaus ab. Die Briefwahl wird dabei bei den Bürgern immer beliebter. Bei der vergangenen Bundestagswahl nutzten bereits rund 700 Einwohner der Egelner Mulde diese Form der Wahlmöglichkeit. Wer am Wahltag eine Reise plant oder andere Verpflichtungen hat, für den ist die Briefwahl eine tolle Sache, schätzt die Amtsleiterin ein.

Aber auch wer nicht unbedingt in der Schlange am Wahllokal warten will, kann diese Form der Wahlbeteiligung wählen. Wenn sich bei der Kommunal- und Europawahl wieder mehr als 700 Bürger für die Briefwahl entscheiden, erwartet Dagmar Witzke rund 3500 Briefumschläge im Rathaus von Egeln. Das sei ein neuer Rekord, schätzt sie ein.

Denn fünf Urnengänge stehen diesmal an. Neben der Wahl des Europaparlaments haben die Bürger den Landrat, den Kreistag, den Verbandsgemeinderat und auch die Gemeinderäte und den Egelner Stadtrat zu wählen.

Wegen der hohen Anzahl der Wahlen dürfte es in den Wahllokalen etwas dauern. Schließlich benötigen die Bürger Zeit, sich die fünf Stimmzettel durchzulesen und ihre Kreuze zu machen. Da dürfte die Briefwahl auf dem heimischen Sofa entspannter sein.

Anträge auf Briefwahl können die Bürger bereits jetzt schon stellen, bestätigt Dagmar Witzke. Nur könne die Verwaltung die Unterlagen noch nicht verschicken, da sie noch nicht im Rathaus seien. "Wir erarbeiten noch die Unterlagen", schildert sie. Schließlich müsse bei der Zulassung der Landratskandidaten erst einmal der Wahlausschuss die Bewerber bestätigen.

In der kommenden Woche könnten die Unterlagen dann aber schon vorliegen. Sobald die Stimmzettel komplett seien, beginne die Verschickung der Briefwahlunterlagen, versichert sie.

Am Wahltag sollen die Briefwahlumschläge auf die einzelnen Wahllokale aufgeteilt werden. Ein eigenes Briefwahllokal werde nicht eingerichtet, heißt es aus Egeln. Wenn sich dann am Wahltag die Urnen der Wahllokale ab 18 Uhr schließen, fließen die Briefwahlergebnisse in die Auszählung der Stimmen mit ein. Bei fünf gemeinsamen Wahlen verspricht die Auszählung anspruchsvoll zu werden. Stundenlang werde es wohl dauern, bis für die Kommunalwahl erste Ergebnisse vorliegen, rechnet Dagmar Witzke. Denn bevor die Ergebnisse für die Gemeinderäte ausgezählt werden dürfen, muss zunächst die Europawahl ausgezählt werden. Dann werden Landratswahl und Kreistagswahl ausgezählt. Erst danach dürfen die Helfer in den Wahllokalen die Stimmzettel der Gemeinderatswahlen auswerten.

Wie dies geschieht, davon kann sich übrigens jeder Bürger selbst überzeugen. Die Auszählung ist öffentlich.