Hohenerxleben l Rolf und Dana Meier wissen nicht, ob sie sich freuen oder doch ärgern sollen. Die Stadt hatte nach Jahren eine Regressforderung gegen die Baufirma durchboxen können, nachdem sich nach dem Abwasserbau in der Thomas-Müntzer-Straße (und auch in der Rathmannsdorfer) die Fahrbahndecke gesenkt hatte. Die Arbeiten sind nun beendet.

So weit so gut. Doch mit der Nachbesserung des Kanalstreifens durch die Peißener Bauleute tut sich den Anliegern neuer Ärger auf. "Das Ende der Straße, wo vorher Betonspuren lagen, ist doch nicht so aufgearbeitet worden wie versprochen", schimpft Rolf Meier. Da sei nur ein bisschen glatt gezogen worden und Splitt festgerüttelt. "Und beim nächsten Regen kommt alles Wasser vom Acker, ist alles wieder hin." Außerdem seien die Gehwege, die erst vor zwei Jahren vom Stadtpflegebetrieb ausgebessert wurden, von den Baufahrzeugen kaputt gefahren worden. "Da kann ich gar nicht mehr unfallfrei laufen", wettert auch Meiers Nachbarin Margot Nordmann (77).

Bei allem Ärger hatte ein Kleinbagger der Baufirma auch noch Meiers Garageneinfahrt touchiert, was aber durch die Versicherung der Firma geregelt werden soll.

Ortsbürgermeister Sven Wagner versteht derweil die Aufregung um das Ende der Straße nicht. "Das war nur guter Wille von der Firma. Das gehörte auch nicht zur Garantieleistung." Sollten die Anlieger eine neue Straße wollen, sehe er wenig Chancen in naher Zukunft. Dafür habe die Stadt kein Geld. Zudem müssten die Anlieger einen Großteil dazulegen.

Im Übrigen ist noch keine Bauabnahme für die Straße erfolgt, wie der Fachdienstleiter für Bauen und Sanieren der Stadt, Wolfgang Waschk, gestern auf Anfrage erklärte.

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