In der Egelner Mulde hat in dieser Woche die Verschickung der Briefwahlunterlagen begonnen. Mehr als 500 Bürger haben sich die Unterlagen schon angefordert. Die Verwaltungsmitarbeiter rechnen aber mit weitaus mehr Briefwählern.

EgelnerMulde l Die Briefwahl ist wahrscheinlich die beste Alternative, um Wartezeiten am Tag der Europa- und Kommunalwahl zu vermeiden, meint die Egelner Hauptamtsleiterin Dagmar Witzke. In den Wahllokalen könnte es entsprechend voll sein am Wahlsonntag, ist sie überzeugt. Fünf Wahlzettel bekommen die Wähler beim Urnengang in die Hand gedrückt. Je nach Zahl der Kandidatenstärke, fallen die Wahlzettel entsprechend groß aus. Unübersichtlich gestaltet sich der Zettel für das Europaparlament. Lange müssen die Bürger hier mitunter suchen, um ihre Partei zu finden.

Bei der Reihenfolge geht es nicht nach dem Alphabet, sondern es stehen die Parteien oben, die bereits im entsprechenden Gremium vertreten sind. Erst darunter kommen die Bewerber und Parteien, die erstmals in das entsprechende Gremium einziehen wollen.

In jedem der zehn Wahllokale werden fünf Wahlurnen für die fünf Abstimmungen stehen, sagt Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr. "Wir mussten noch zusätzliche Urnen kaufen, weil unsere zahlenmäßig nicht ausgereicht haben", erläutert er. Schließlich komme es nicht oft vor, dass gleichzeitig fünf Wahlen durchgeführt werden.

Bei der Verschickung der Briefwahlunterlagen müssen die Verwaltungsmitarbeiter außerdem darauf achten, dass jeder Wähler auch die richtigen Zettel bekommt. Während es für die Europa,- Landrats- und Kreistagswahl für alle Einwohner die gleichen Stimmzettel gibt, erhalten die Bürger für die Wahl des Verbandsgemeinderates sowie des Gemeinderates ihrer Orte unterschiedliche Zettel. Jeder Stimmzettel ist zur einfachen Unterscheidung gefärbt. In zwei Wahllokalen müssen die Wahlhelfer noch mehr aufpassen bei der Verteilung der Stimmzettel. Das Wahllokal in Hakeborn und die Cafeteria in Egeln sind als repräsentative Wahllokale ausgewählt worden. Hierbei wird erfasst, welche Altersgruppe welche Partei gewählt hat. In Schritten von zehn Jahren sind die Wähler hier eingeteilt. "Die Wahl ist natürlich absolut anonym", sagt Dagmar Witzke. Die Bürger müssten keine Sorgen haben, dass jemand durch die gekennzeichneten Stimmzettel ermitteln könne, wie jeder gestimmt habe. Aber für die Wahlforschung seien die Daten wichtig.

Zusätzliche Arbeit bedeutet dies auch für die ehrenamtlichen Wahlvorstände. Denn sie müssen die Stimmzettel entsprechend der Vorgaben auszählen. Einen langen Abend erwarten Bürgermeister Michael Stöhr und Amtsleiterin Dagmar Witzke am Wahlsonntag. Es dürften wohl einige Stunden vergehen, bis die ersten Ergebnisse der Kommunalwahl einlaufen.

Bis spät in den Abend wird die Verwaltung die Ergebnisse veröffentlichen, kündigen beide an. Die Ergebnisse aus den Wahllokalen, was die Gemeinderatswahlen angehe, werden laufend auf der Internetseite der Verbandsgemeinde veröffentlicht.

Bei der Auszählung werden die Briefwahlumschläge mitgezählt in den einzelnen Wahllokalen. Ein eigenes Briefwahllokal eröffnet die Verbandsgemeinde nicht. Bis zum 23. Mai 18 Uhr werden die Briefwahlunterlagen noch verteilt. Die Bürger sollten sich aber rechtzeitig um die Unterlagen bemühen, rät die Verwaltung. Dazu müssen die Wähler einfach die Rückseite der Wahlbenachrichtung ausfüllen und an die Verwaltung in Egeln schicken oder dem Bürgerbüro einen Besuch abstatten. Denn auch abholen können die Briefwähler ihre Unterlagen.

Insgesamt rechnet die Verwaltungsspitze mit mehr als 700 Briefwählern. In der Egelner Mulde sind rund 9 000 Einwohner wahlberechtigt. In den Wahllokalen werden am Wahlsonntag rund 100 ehrenamtliche Wahlhelfer die Stimmabgabe der Bürger absichern. Vor allem Verwaltungsmitarbeiter sichern hierbei den Dienst in den Wahllokalen am Sonntag ab.