Ein lang gehegter Wunsch der Atzendorfer Kinder und Jugendlichen und ihrer Eltern geht gerade in Erfüllung. Der neue Spielplatz am Ginsterweg steckt mitten in den Aufbauarbeiten. Das Projekt ist auch ein Werk des Ortschaftsrats und der Atzendorfer Bürger.

Atzendorf l Vor einem Jahr klagten drei junge Mädchen aus Atzendorf: Sie haben keinen Spielplatz, nichts sei los im Ort. Sogar Unterschriften sammelten sie und sprachen beim Ortsbürgermeister Peter Rotter vor. Aber es tat sich nichts.

Doch im Hintergrund setzten sich die Mühlen in Bewegung. Peter Rotter setzte sich für einen neuen Spielplatz in Atzendorf ein. Zusammen mit den Ortschaftsräten Mathias Cosic und Günter Döbbel sowie der Stadtverwaltung begab er sich im Ort auf die Suche nach einem möglichen Standort. Die Wiese am Ginsterweg und die am Friedensplatz kamen in die engere Wahl.

Im Oktober vergangenen Jahres kam die Staßfurter Volksstimme ins Spiel: "Warum starten wir nicht einen Aufruf in der Zeitung, damit die Leute abstimmen können, wo der neue Spielplatz entstehen soll?", sagte Peter Rotter damals zur Volksstimme. Gesagt, getan. Das Handy des Ortschefs klingelte oft und die Bürger gaben ihr Votum ab. Der Förderstedter Ortschaftsrat richtete sich nach dem Wunsch der Atzendorfer und beschloss, den neuen Spielplatz am Ginsterweg aufbauen zu lassen. Die Stadt hatte bereits 30000 Euro dafür eingeplant.

Nach der Winterpause rückte die Firma Cosic Fassaden als direkter Nachbar des künftigen Spielplatzes an und beräumte das Gelände unentgeltlich. "Hier wucherte das Unkraut", erklärt Sylvia Fischbeck, die bei der Stadtverwaltung den Spielplatz plante. "Darunter fanden wir jede Menge Bauschutt und alte Gleise."

Vor einer Woche begannen dann die Mitarbeiter des Stadtpflegebetriebs die Erde auszuheben. Spielplatz-Planerin Sylvia Fischbeck sagt: "Wir haben diese Erde gleich als Wall für den Lärmschutz genutzt. Und im Winter könnten ihn die Kinder als Rodelberg benutzen."

Ein großes Klettergerüst mit Rutsche im Zentrum steht schon. Dazu werden sich die Kinder auf einer Nestschaukel und zwei "Wackelelementen" austoben können. Für die ganz Kleinen gibt es einen Sandkasten. Die runde Spielfläche mit den Klettergerüsten in der Mitte wird umrahmt von grünem Rasen, mehreren Bänken und schattenspendenden Bäumen.

In dieser Woche gab es nun schon den symbolischen ersten Spatenstich. Die Kinder der Kita "Spatzennest" bedankten sich bei den Verantwortlichen für den neuen Spielplatz.

"Vielleicht können wir ja in Eigeninitiative noch einen Bolzplatz anlegen", sagt Peter Rotter. Er freut sich, dass das Wohngebiet aufgewertet wird. Mathias Cosic meint: "Die Anwohner haben ein Auge auf den Spielplatz. Hier wird es sicher keinen Vandalismus geben." Oberbürgermeister René Zok ist stolz, dass sich der Stadtrat stets für Spielplätze einsetzt.

   

Bilder