Der Beton ist gespannt und trägt sich selbst. Erstes Aufatmen bei den Brückenbauern an der Staßfurter Bode. Mit Spannung wird nun die Absenkung des 1600 Tonnen schweren Kolosses erwartet.

Staßfurt l Eine wichtige Etappe liegt hinter den Osterburger Erbauern der Staßfurter Bodebrücke. Die Stahllitzen im Innern des Brückenkörpers sind gespannt. "Der Beton trägt sich nun selbst", stellt Bauleiter Rolf Meier fest, während ein Kran am Mittwoch die einen Meter hohen Stahlträger des Traggerüsts unter der Brücke hervorzieht. Nun steht in voraussichtlich zwei Wochen die Absenkung des Überbaus bevor. 1600 Tonnen Stahlbeton müssen dann zentimetergenau auf Widerlager und Mittelpfeiler gesetzt werden. "Das ist auch für uns nicht alltäglich", erklärt Meier. Der Bau "auf höherer Ebene" musste so geplant werden, um für den Hochwasserfall den nötigen Durchfluss zu gewährleisten.

Wer das Absenkmanöver beobachten will, muss übrigens Ausdauer mitbringen, denn das geschieht zentimeterweise in knapp 100 Schritten und kann bis zu drei Tage dauern. Bis dahin ruht die Brücke auf gerademal sieben Lagern. Es scheint, als schwebe die Brücke.

Die Insel des Kreisverkehrs zeigt unterdessen ihr Rund. Da die Fahrbahnen beider Bauwerke auf eine Höhe gebracht werden müssen, werden sie auch zeitgleich fertiggestellt. Das offizielle Bauende ist im September geplant.

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