Aus der Verbandsgemeinderatswahl geht die CDU als stärkste Kraft hervor. Die SPD kann sich verbessern und die Linken bleiben gleich stark. Stark schwankte die Wahlbeteiligung in den Gemeinden.

EgelnerMulde l Bis nach 22 Uhr mussten die Wahlhelfer im Egelner Rathaus warten. Erst dann kamen die ersten Ergebnisse der Kommunalwahlen für den Verbandsgemeinderat sowie die Gemeinderäte der fünf Mitgliedsgemeinden.

Im Verbandsgemeinderat konnte die CDU ihre Dominanz ausbauen. Acht der 20 Plätze besetzen in der kommenden Legislaturperiode Christdemokraten. Die Sozialdemokraten konnten ihr Wahlergebnis ebenfalls verbessern. In Zukunft werden sie von drei Verbandsgemeinderäten vertreten. Das sind zwei mehr als bislang.

Das Ergebnis, kommentierte Bürgermeister Michael Stöhr, sei so in etwa erwartet worden. Den ganzen Montag nutzten die Verwaltungsmitarbeiter, um die Zahlen aus den Wahllokalen in die amtlichen Formulare einzutragen. Heute müssen die Unterlagen nämlich beim Landkreis abgegeben werden.

In Wolmirsleben bleibt in der kommenden Legislaturperiode ein Gemeinderatssitz unbesetzt. Die Linken holten hier vier Sitze, können über ihre Liste aber nur drei Plätze besetzen. In Borne schafften es alle zehn Bewerber in den Gemeinderat. Hier bleiben zwei Plätze unbesetzt, weil sich nicht einmal so viele Bewerber wie Plätze im Gemeinderat vorhanden sind, fanden.

Dennoch ist der Borner Gemeinderat mit dem Wahlergebnis arbeitsfähig. Erst wenn weniger als sieben Gemeinderäte in das Gremium eingezogen wären, hätte eine erneute Wahl durchgeführt werden müssen.

Auf die Platzierung auf der Liste kam es in Egeln für Silvio Dorow von der Unabhängigen Wählergemeinschaft Egeln an. Er hatte exakt die gleiche Zahl Stimmen, wie Simone Schnaack bekommen. In diesem Fall, so Bürgermeister und Wahlleiter Michael Stöhr, komme es auf die Platzierung der Kandidaten auf der Listenverbindung an. Silvio Dorow war auf Platz sieben gesetzt, während Simone Schnaack auf dem neunten Platz nun das Nachsehen hatte.

Auf ihrer Internetseite hat die Verbandsgemeinde die vorläufigen amtlichen Wahlergebnisse mit den Stimmzahlen veröffentlicht. Dabei sind die Stimmzahlen nicht immer ein Garant für den Einzug in ein Gremium, sagte Michael Stöhr. Bei der Berechnung der Sitzverteilung werden die Sitze prozentual auf die Listenverbindungen aufgeteilt. Dies führe dann mitunter dazu, dass Kandidaten mit weniger Stimmen als beispielsweise ein Einzelbewerber in den Gemeinderat einziehe, erklärte er. Dies resultiere daraus, dass der Liste anhand des Gesamtergebnisses eine bestimmte Anzahl an Plätzen zustehe.

In Egeln stellt die unabhängige Wählergemeinschaft die größte Fraktion. Erst auf dem zweiten Platz landen hier die Christdemokraten.

Heute Abend tagt der Wahlausschuss der Verbandsgemeinde öffentlich ab 17 Uhr im Rathaus. Da es keine Probleme bei der Durchführung der Wahl gegeben habe, so der Wahlleiter, rechne er mit einer Bestätigung des Wahlergebnisses.

Die Wahlbeteiligung in den Gemeinden schwankte am Wahlsonntag. Mit 37,60 Prozent beteiligten sich die Egelner am wenigsten an der Abstimmung. Die höchste Wahlbeteiligung verzeichnete die Gemeinde Bördeaue mit 45 Prozent.

Für die Gemeindeverwaltung heißt es jetzt die nächste Wahl vorzubereiten. Für die Stichwahl um den Landrat müssten auch wieder die zehn Wahllokale besetzt werden, kündigte Michael Stöhr an. Diesmal sei es aber ausreichend die Wahlvorstände nur mit sechs Leuten zu besetzen. Der Aufwand bei der Stichwahl sei bedeutend geringer, als bei der jüngsten Europa- und Kommunalwahl. Deswegen dürften die geringer besetzten Wahllokale durchaus ausreichen, meint er. Und die Auszählung dürfte ebenfalls nicht bis nach Mitternacht dauern.