Da waren die Kinder aus Atzendorf richtig unruhig, als es an den Scherenschnitt zur Spielplatzeröffnung in Atzendorf ging. Sie wollten so schnell wie möglich die neuen, glänzenden Spielgeräte ausprobieren.

Atzendorf l Doch ein paar Worte der Verantwortlichen mussten dann doch gesprochen werden. Immerhin ist der Spielplatz das Werk der Stadtverwaltung und des Ortschaftsrats, der sich dafür stark gemacht hat (wir berichteten).

Oberbürgermeister René Zok, der die Kinder noch vor dem Band zurückhielt, erklärte: "Das ist eine gute Investition in die Zukunft". Die neuen Geräte haben 17000 Euro gekostet. Die Zaunanlage, die Erdarbeiten, die Rasenfläche verlangten jeweils noch weitere hohe Summen, erklärte René Zok. "Insgesamt sind wir bei 40000 Euro."

Mathias Cosic, der sich als Ortschaftsrat mit Günter Döbbel und Peter Rotter um einen möglichen Standort gekümmert hat, sagte: "Ich muss wirklich einmal alle loben. Der Stadtpflegebetrieb hat alles super schnell aufgebaut, Frau Fischbeck von der Stadtverwaltung hat sehr gute Arbeit geleistet. Alles hat toll geklappt."

Er und weitere Ortschaftsräte wollen bald noch ein bis zwei neue Bänke für den Spielplatz organisieren und eine Fußballwand aufstellen. "So haben wir auch in Atzendorf eine Art Mehrgenerationen-Spielplatz wie in Staßfurt-Nord: Die Kinder können spielen, die Senioren schauen zu", meinte Mathias Cosic lachend.

Die Anspielung auf den Spielplatz in Staßfurt-Nord brachte Ortsbürgermeister Peter Rotter auf eine weitere Idee. "Da soll es ja Spielplatz-Paten geben. Es wäre schön, wenn es auch hier Menschen aus der Nachbarschaft geben würde, die ein Auge auf den Spielplatz haben und ermahnen, wenn randaliert oder Müll hingeworfen wird. Ich bitte also die Atzendorfer, mit aufzupassen", erklärte Peter Rotter und bedankte sich noch einmal ganz herzlich bei Stadt und Firmen für die flinke und gute Arbeit.

Nach dieser kurzen Ansprache griffen die Herren im Anzug mit den Kleinen zur Schere und schnitten das Band durch.

Die ganze Masse der rund 50 Kinder stürmte zu den neuen Spielgeräten. Jetzt konnte es losgehen. Die Wackeltiere, der Viersitzer, Sandkasten und das große Klettergerüst wurden eingeweiht. Die Kleinen grinsten vor Freude. "Ja, es macht ganz dolle Spaß", sagte Jamila, die auf dem Klettergerüst flink wie ein Äffchen von Stange zu Stange hangelte.

   

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