Dieses Jahr gab es beim Atzendorfer Pfingstsportfest einen besonderen Höhepunkt. Die flotten Gymnastikfrauen feierten ihr 30-jähriges Bestehen. Trotz der Hitze blieben sie, wie die anderen Sportler auch, tapfer und zeigten den Besuchern, was die Zentrale Land-sportgemeinschaft (ZLG) alles zu bieten hat.

Atzendorf l "Seit 1986 bin ich dabei", sagt Brigitte Zies. Sie gehört zur Abteilung Gymnastik der ZLG, die nur zwei Jahre früher gegründet wurde. Wer bei den Gymnastikfrauen oder im Nachbarprogramm, bei der Step Aerobic, mitmacht, der ist fit wie ein Turnschuh. Das zeigten die Damen am Pfingstsonntag, als sie trotz erbarmungsloser Hitze ihr Programm unter dem Motto "30 Jahre und kein bisschen leiser" hinlegten.

Seit 1984 treffen sich die Damen jede Woche Mittwoch und wenn Ferien sind, geht es auf Radtour, zum Baden oder "auch mal in den Wellnessurlaub", verrät Brigitte Zies. Nachdem das ZLG-Urgestein Bärbel Völker die Übungsleitung vor zehn Jahren an ihre Tochter Ina Schöler übergab, geht es bei der Gymnastik noch härter zur Sache. "Ina schafft uns ganz schön", lacht Beate Amme von den Gymnastikfrauen. Seit Ina Schöler Übungsleiterin ist, powern sich die Damen noch mehr aus, die Musik ist flott und es werden ständig neue Choreografien ausprobiert.

Begonnen hatte die Truppe 1984 mit Wolfgang Zander als Übungsleiter, dem Bärbel Völker folgte. "Damals hieß es noch Popgymnastik", erinnert sich Brigitte Zies. Mit den Jahren kam dann die Step Aerobic hinzu, Bewegungsspiele und Völkerball wurde ausprobiert.

Das Programm der Gymnastikfrauen am Pfingstsonntag war eines unter vielen. Auch die Turner und die Sportjugend unterhielten die Gäste. Bei den sportlichen Wettkämpfen nahmen unzählige Sportler teil.

Allein beim Beachvolleyball-Mix traten 15 Mannschaften an. Zu den einheimischen Teams mit Namen wie "Gestört, aber geil" - das war das Team von Abteilungsleiter Thomas Melle - kamen viele von weiter her. Christian Horn aus Regensburg und Katharina Hausmann aus Bitterfeld waren zum Pfingstsportfest angereist, um beim Beachvolleyball anzutreten, aber auch um Freunde in Atzendorf zu besuchen. "Viele Sportler kommen von außerhalb, um Verwandte oder Bekannte zu besuchen und verbinden das mit unserem Fest", sagt Nico Braunroth, Sprecher des ZLG. Die Tradition des Pfingstsportfestes gibt es schon über 20 Jahre. So kommen auch die hohen Besucherzahlen zustande. Um die 600 bis 900 Gäste sind es jedes Jahr.

Das Programm wurden in diesem Jahr um den Auftritt des "Hofs der klugen Tiere" erweitert. Groß geschrieben wurde wieder die Nachwuchsförderung. Mehrere Kinder und Jugendliche machten auf dem Fest das Sportabzeichen des Deutschen Turn- und Sportbundes. Das E-Jugend-Turnier im Fußball zog massenhaft Besucher an.

   

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