Der Ortseingang Egelns soll ausgebaut werden. Vor dem Beginn des grundhaften Straßenbaus beschweren sich die Anwohner über zu wenig Mitbestimmung.

Egeln l Noch im Juni soll die Zufahrt nach Egeln über die Magdeburger Straße gesperrt werden. Die Stadt plant den grundhaften Ausbau der Magdeburger Straße bis zur Brücke und dem Beginn des ausgebauten Teils der Stadteinfahrt.

Während der vergangenen Stadtratssitzung hat der Egelner Stadtrat die Bauleistung für den Ausbau vergeben. Ein Bauunternehmen aus Unseburg wird die Bauarbeiten ausführen, sagte Bürgermeister Reinhard Luckner (UWG) nach der Sitzung.

Während sich ein Teil der Egelner offenbar darauf freut, dass die tiefen Löcher und Fahrbahndellen bald verschwunden sind, beschweren sich die Anwohner an der Magdeburger Straße. Mehrere Beschwerden brachten sie bei der jüngsten Stadtratssitzung vor. Dass die Straße auf einer Breite von sieben Metern ausgebaut werden muss, lehnen die Anwohner ab. Im weiteren Verlauf mit Beginn der Tempo-30-Zone verringert sich die Straßenbreite auf 5,50 Meter. Beschwerden gibt es darüber hinaus über die Gestaltung des Radweges. Auf beiden Seiten sollen die Radfahrer künftig den Ortsausgang erreichen. Die Anwohner würden aber gern weiter ihre Fahrzeuge wie gewohnt parken, sagt Bürgermeister Reinhard Luckner.

Der Stadtrat hatte sich letztlich für eine breite Einfahrt in die Stadt entschieden. Den Wunsch, die Straße auf 5,50 Meter zu begrenzen, folgten die Stadträte nicht.

Bei der jüngsten Stadtratssitzung beschwerten sich einige Anwohner über die ihrer Meinung nach ungerechte Behandlung. Außerdem monierten sie, dass die Kommune die Bauleistungen erst ausgeschrieben und anschließend erst die Bürger über den geplanten Ausbau informiert habe. Noch während der Sitzung widersprach Bauamtsleiter Gerald Schierhorn der Darstellung energisch. Die Information der Anwohner sei entsprechend den gesetzlichen Vorgaben erfolgt, meinte er zu dem Thema.

Mit dem Ausbau werden auch die Oberleitungen am Stadtrand verschwinden, kündigte Reinhard Luckner an. Die Bürger müssten sich darauf einstellen, dass die Elektro-Hausanschlüsse erneuert werden. Ob weitere Leitungssysteme bei dem grundhaften Ausbau ebenfalls ausgetauscht werden, entziehe sich der Kenntnis, sagte er weiter.

Wichtig ist dem Stadtrat allerdings, dass die Baustelle in diesem Sommer abgeschlossen werden kann. Die Stadt drängt auf die Zeit, damit die Tiefbauarbeiten in der frostfreien Jahreszeit ihren Abschluss finden.

Die Anwohner haben sich in der Zeit mit ihren Beschwerden bis hin zum Petitionsausschuss des Landtages gewandt, bestätigte der Bürgermeister. Seiner Kenntnis nach habe sich der Petitionsausschuss des Landtages für nicht zuständig erklärt. Die Angelegenheit sei an das Landesverwaltungsamt abgegeben worden, sagte er weiter. Die Planung sei ordentlich verlaufen, führte er aus.

Auch seien die Bürger über die zu erwartenden Kosten informiert worden. Da es sich bei der Straße um eine Durchfahrtsstraße handele, seien die Kosten für die Bürger geringer, als in einem reinen Wohngebiet, unterstrich der Stadtchef. Bezahlen müssen für den Ausbau aber nur die direkten Anlieger der Baustelle. Erst vor kurzem regte eine Stadträtin die Einführung wiederkehrender Straßenausbaubeiträge an. Das würde alle Bürger gleichmaßen belasten, meinte sie. Für die Magdeburger Straße käme dieses Modell zu spät.