Die Clemenskirche in Groß Börnecke war Pfingstmontag Anziehungspunkt für viele Besucher. Das freut den Förderverein des Gotteshauses. Seit 14 Jahren engagieren sich die Mitglieder für den Erhalt der kleinen Dorfkirche.

Groß Börnecke l Draußen lachte die Sonne und hinter kühlen Kirchenmauern strahlte St. Clemens all jene, die eintraten, ebenfalls hell und freundlich an. Ob sommerlicher Blumenschmuck oder Puppen-Hochzeitspaar vor dem Altar - Vor weißer Kulisse hatten Mitglieder des Fördervereins das Gotteshaus mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückt.

Besucher konnten sich zum Tag der offenen Tür nicht nur über die Historie der Kirche, die aus dem 12. Jahrhundert stammt, informieren. Fotos aus früheren Zeiten weckten das Interesse, ebenso eine Sonderausstellung zur ehemaligen Staßfurter Brauerei Niemann, die vom Team Heimatstube des Kultur- und Heimatvereins zur Verfügung gestellt wurde. Nostalgische Schilder, Flaschen, Bilder und viele weitere Objekte, die aus dem Privatbesitz eines Sammlers stammen, boten viele Hingucker.

"Eine sehr gute besuchte Veranstaltung", sprach Liane Kleinert, Schriftführerin des Fördervereins, gestern rückblickend von einem gelungenen Fest. "Der Tag der offenen Tür hat für uns Tradition", erklärte sie, dass die Veranstaltung seit 2002 einmal im Jahr stattfindet. Den Förderverein selbst gibt es seit 14 Jahren. Die Mitglieder haben in vielen kleinen Schritten schon allerhand erreicht. Weitere Vorhaben sollen angegangen werden. "Wir sind bei unserer Arbeit auf Spenden angewiesen", machte Liane Kleinert deutlich, wie wichtig die finanzielle Unterstützung für die Arbeit des Vereins ist.

Ein großes Ziel des Fördervereins ist die Dachsanierung der Kirche. Im Moment können undichte Stellen nur mit notdürftigen Reparaturen ausgebessert werden.

Das ist auch dringend nötig. Denn im Inneren trägt das Engagement der Ehrenamtlichen bereits Früchte. Besucher konnten sich davon überzeugen. "Wir haben mit Leuten aus Aschersleben gesprochen, die 2002 das erste Mal in Groß Börnecke waren", führt Liane Kleinert als Beispiel die Rückmeldung eines Ehepaars an, dass die Kirche schon kannte, als sie noch nicht gestrichen war. "Nicht wieder zu erkennen", schilderte Kleinert ihre positiven Worte zu den bisher getätigten Restaurierungsarbeiten.

Denn die Kirche St. Clemens hat Dank der Bemühungen des Fördervereins einen weißen Farbanstrich im Originalton mit herausgearbeiteten Ornamenten in Gold am Altar erhalten. Den Vorschriften des Denkmalschutzes entsprechend hat der Förderverein diese Optik mit viel Eigenleistung bei der Umsetzung in den zurückliegenden Jahren realisiert.

Gottesdienste werden in der Kirche zwar nicht gefeiert. Als die benachbarte Laurentiuskirche saniert wurde, fanden aber ersatzweise welche satt. Auch für Taufen und Hochzeiten öffnete St. Clemens schon.

 

Bilder