Glöthe l "Bis vor zehn Jahren hieß alles noch einfach ,Kindergarten Glöthe`. Aber dann legten wir uns den Namen ,Winnie Puuh` zu - nach der Zeichentrickgestalt eines Bären. Und aus Kindergarten wurde Kindertagesstätte - kurz Kita, wie heute alle sagen." Mit dieser Erklärung eröffnete Erzieherin Simone Domagalla das Namenstagsfest zum Zehnjährigen.

Und die Kleinen, zum großen Teil als Märchenfiguren kostümiert, begrüßten ihre Angehörigen und Freunde mit dem Lied "Wie schön, dass ihr mal da sein könnt".

Und alle zusammen begrüßten schließlich den Schönebecker Jeff Lämmel, einen Unterhaltungskünstler, der in der Elbe-Stadt für Streifzüge durch das Mittelalter und historische Rundgänge zuständig ist.

Diesmal wollte er Kinder und Erwachsene aber auf eine Märchenreise mitnehmen, die nach dem Kaffeetrinken auf dem Gelände der Glöther Kita begann.

Als Wächter gekleidet erzählte er zuerst aus "Die Schöne und das Biest", und mehrere Mädchen waren auch entsprechend schön gekleidet. Ob sie manchmal vielleicht auch schon kleine Biester sind, bleibt ihr Geheimnis. Bei "Schneewittchen" fragte er die Kinder, wieviel Zwerge hier vorkommen, und die Eltern mussten erzählen. Es folgte eine Rittergeschichte, in der der kleine Page Otto ein großer Ritter werden wollte. Nach der Geschichte von "Sally und der blutige Daumen" war "Der König der Löwen" an der Reihe, und auch ein kleiner Löwe war unter den Kindern zu sehen.

"Beide Kinder sind schon Fußball-Fans und wünschen sich, dass Deutschland die Weltmeisterschaft gewinnt."

An der Mauer zum Nachbargrundstück erzählte Jeff Lämmel dann eine Gruselgeschichte und bezog Kinder und Erwachsene mit Fragen immer mit ein. Schließlich standen aber die Luftballons im Mittelpunkt. Mit Helium waren sie schon gefüllt. Nun galt es für die Kinder, ihre Wünsche auf den Wunschzetteln zu äußern und diese bunt zu bemalen. Das geschah mit Mamas und Papas Hilfe, die sie dann auch am Ballon befestigten.

So wünschte sich Svenja Osterwald aus Förderstedt, die bis 2013 die Kita in Glöthe besucht hatte, ein Nintendo-Spiel und Papa musste helfen, den Zettel zu befestigen. Ähnlich erging es Franziska Klose aus Glöthe, die mit ihren beiden Töchtern Leni Andrea (6) und Lotta Matilde (3) hier war. "Beide Kinder sind schon Fußball-Fans und wünschen sich, dass Deutschland die Weltmeisterschaft gewinnt", sagte sie und schrieb das auf den Zettel.

Wegen der Bäume auf dem Gelände begaben sich alle auf die Straße vor der Kita. "Zehn, neun, acht...", wurde gezählt und bei Null ließ jeder seinen Luftballon zum Himmel steigen.

Abschließend richtete Simone Domagalla noch ein Dankeschön an Ortsbürgermeister Peter Rotter, der auch anwesend war, und bei der Finanzierung geholfen hatte, an Opa Rainer Haustein, der die Kita seit Jahren in seiner Freizeit unterstützt, an die Eltern, die leckeren Kuchen gebacken hatten und an einen Förderstedter Getränkehof, der Tische und Bänke an- und wieder abtransportierte.

 

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