Staßfurt l "Es ist immer wieder eine Freude, hier zu sein und dieses Unternehmen zu besichtigen", schwärmte der Oberbürgermeister bei der Führung durch Geschäftsführer Thomas Borchardt. "Stasskol ist ein solides, wachsendes Unternehmen in Staßfurt", fügte das Stadtoberhaupt hinzu.

"Man muss nicht unbedingt nach Berlin oder München gehen, sondern sollte zuerst einmal in der eigenen Stadt nachschauen, welche Unternehmen hier ansässig sind."

Das Kennenlernen der heimischen Firmen und ihrer Potenziale sei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des von ihm nach seiner Wahl zum Oberbürgermeister aus der Taufe gehobenen Wirtschaftsstammtisches, an dem regelmäßig zwischen 30 und 50 Unternehmer teilnehmen, sagte Zok. "Ich hatte schon in meiner damaligen Tätigkeit als Vertriebsleiter der Stadtwerke erkannt, dass die Vernetzung zwischen der Politik und den Unternehmen als auch zwischen den Firmen unter einander noch nicht so vorangeschritten ist, wie man sich das gewünscht hätte", fügte er hinzu. Ziel seiner Aktivitäten sei es, dass man sich unter einander austauscht und ins Gespräch kommt. Es sei schon beim ersten Wirtschaftsstammtisch erkennbar gewesen, dass der eine oder andere Firmenchef ganz überrascht gewesen sei, dass er seine Produktion auch in Staßfurt hätte realisieren können, statt diese nach außerhalb zu vergeben.

Von Anfang an habe man sich hauptsächlich mit der Situation der Fachkräfte beschäftigt und sich auf die Fahne geschrieben, den jungen Leuten deutlich zu machen, welche Firmen mit welchen Berufsbildern es in der Stadt gebe. Zok rät den Jugendlichen: "Man muss nicht unbedingt nach Berlin oder München gehen, sondern sollte zuerst einmal in der eigenen Stadt nachschauen, welche Unternehmen hier ansässig sind." Es habe sich gezeigt, dass die Nachfrage nach guten Fachkräften in Staßfurt sehr hoch sei.

Aus diesem Grund werde die Stadtverwaltung auch in diesem Jahr zusammen mit den Firmen und anderen Partnern wieder einen Berufsorientierungstag auf die Beine stellen, kündigte der Oberbürgermeister an. "Er wird wieder im September stattfinden", sagte Zok. Die Angebote würden sehr gut angenommen, sowohl von den Firmen, als auch von den Schülern. "Wir hoffen", so Zok, "dass wir damit wieder den entsprechenden Erfolg erzielen."

"Es kann nur sinnvoll sein, Studenten, die in Magdeburg oder Stendal studieren, danach eine berufliche Perspektive in unserer Region zu bieten."

Weitere Möglichkeiten der Fachkräftesicherung wurden beim 13. Wirtschaftsstammtisch ebenfalls vorgestellt.

Dazu gehört auch der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr. Er bringt ausscheidende Soldaten in die zivilen Berufe. "Hier könnte sich für das eine oder andere Unternehmen die Möglichkeit ergeben, neue Mitarbeiter zu rekrutieren", deutete Zok an.

Aber auch die Fachhochschulen seien angehalten, mit der Wirtschaft enger zusammen zu arbeiten, um Forschungsprojekte zu initiieren. Auch hier gebe es erste Kontakte. "Es kann nur sinnvoll sein, Studenten, die in Magdeburg oder Stendal studieren, danach eine berufliche Perspektive in unserer Region zu bieten", so Zok.