Hecklingen. Der Vertreter der Stadt Hecklingen im Abwasserzweckverband "Bodeniederung" (AZV) Peter Krone hat aufgrund seines Rentenantritts zum 31. Januar seinen Rücktritt erklärt. Die Wählergemeinschaft Hecklingen (WGH) hatte bereits im November 2010 gefordert, Krone von seiner Funktion zu entbinden und ihm das Vertrauen zu entziehen, weil er sich in der Verbandsversammlung nach Ansicht der WGH über einen Beschluss des Stadtrates hinweggesetzt hatte. Zum Hintergrund: Der Rat hatte Krone mit dem Votum beauftragt zuzustimmen, dass der AZV seinen Kunden die zu hoch berechneten Schmutzwassergebühren für den Zeitraum 2007 bis 2009 zurückbezahlt. Krone war aber wegen eines Widerspruch des Bürgermeisters mit seinem Antrag durchgekommen, den Tagesordnungspunkt in der Verbandsversammlung abzusetzen.

Neuer Radwegebrücke über die Bode?

Der Hecklinger Stadtrat wird auf seiner kommenden Beratung einen neuen Vertreter der Stadt im AZV wählen. Im Haupt- und Finanzausschuss bringen die Fraktionen sich am Dienstag auf einer öffentlichen Beratung (18 Uhr, Rathaus Hecklingen) mit Vorschlägen ein.

Zudem beraten sie darüber, ob die Geh- und Radwegebrücke über die Bode zwischen Gänsefurth und Staßfurt durch einen Neubau zu ersetzen ist. Zur Durchführung, Finanzierung und Abrechnung der Maßnahme soll eine Verwaltungsvereinbarung zwischen der Stadt Hecklingen und der Stadt Staßfurt abgeschlossen werden.

Weiterhin geht es um einen Vertrag, den die Stadt Hecklingen mit der Tierpension von Thomas Rozanski in Gröningen zum Einfangen und zur Unterbringung von herrenlosen Tieren geschlossen hat. Er soll um weitere Punkte ergänzt werden. Unter anderem ist vorgesehen, dass die Tierpension sich künftig auch um die Verwahrung von gefährlichen Hunden kümmert. Die Gefährlichkeit wird von Amtswegen geprüft.

Vertrag mit Tierpension soll sich ändern

Erfüllt ein Hund nicht die gesetzlichen Vorgaben (Wesenstest, Erlaubnis etc.), kann die Stadt den Hund sicherstellen, um eine Gefahr abzuwehren. Die Verwahrung wird einem Dritten, also der Tierpension, übertragen. Damit würde sich das Entgelt erhöhen. Der Ausschuss berät darüber, ob die jährlich vereinbarte Pauschale damit von 80 Cent pro Einwohner auf 1,03 Euro pro Einwohner steigen soll.

Die Hauptausschusssitzung ist öffentlich. Interessierte Bürger können daran teilnehmen und Anregungen am Ende des öffentlichen Teils in einer Einwohnerfragestunde anbringen. Im nichtöffentlichen Teil geht es um Vertragsangelegenheiten und die Errichtung einer Photovoltaikanlage im Gewerbegebiet "Bodewiesen" in Gänsefurth.