Arbeiten zum grundhaften Ausbau der Ascherslebener Straße in Hecklingen laufen auf Hochtouren. Ende Oktober soll alles fertig sein. In der Redaktion war eine Leserbeschwerde zum Bauablauf eingegangen. Die Volksstimme hat im Rathaus nachgefragt und sich bei weiteren Anwohnern umgehört.

Hecklingen l "Wo gehobelt wird, da fallen Späne." Die spontane Antwort eines Anwohners, darauf angesprochen, ob er mit dem Bauablauf zufrieden ist, fiel Mittwochnachmittag verständnisvoll aus. Auch sein Nachbar nickt. Die Männer fürchten aber, dass die Fahrbahn nach der Fertigstellung "zur Rennstrecke" wird. Schon vorher seien die Autos vom Ortseingang aus Winningen kommend mit Sicherheit zu schnell unterwegs gewesen, meinen sie. "Ein stationärer Blitzer", schlagen die beiden eine Lösung vor.

Ein anderes Problem ärgert Axel Thormann. Er hat sich mit einem Schreiben an die Redaktion gewandt und kritisiert, dass es auf der Baustelle teilweise keine Absicherungen für Fußgänger gibt. Zudem fehle eine Absperrung. Fahrradfahrer und Motorradfahrer aus Richtung Winningen hätten freie Fahrt. Thormann hebt hervor, dass sich seine Kritik nicht gegen die Baufirma richtet. "Die machen einen prima Job." Vielmehr seien die Verantwortlichen aller Seiten gefragt. Ihn ärgert, dass so viele Maßnahmen parallel laufen. Das habe sogar dazu geführt, dass Anwohner kurzzeitig nicht zu ihren Häusern kamen.

Gegenüber der Volksstimme erklärte Hecklingens Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche, dass die Baumaßnahme mit den Anwohnern besprochen wurde. "Wir geben uns Mühe, die Beeinträchtigung so gering wie möglich zu halten."

Klärende Worte auch vom zuständigen Bauleiter Ralf Hasselmann: "Bisher sind wir mit dem Bauablauf zufrieden. Die Zusammenarbeit mit den Anwohnern ist ebenfalls konstruktiv." Bis auf einige Probleme, aber auch da sei man natürlich bemüht, Lösungen zu finden, schätzte Hasselmann ein. Er erklärte, dass bei allen Anliegern Zettel mit Kontaktdaten in die Briefkästen geworfen wurden. Wer Fragen habe, könne sich melden, sagte Hasselmann. Er informierte, dass das Ende der Maßnahme für den 31. Oktober angesetzt ist. Es wird in zwei Abschnitten gebaut. Derzeit werden die Nebenanlagen und der Straßenkörper vom Ortsausgang bis zum Buschweg saniert, danach folgt der zweite Teil der Strecke bis zum Buswendeplatz. Damit wird die L73 in Hecklingen alles in allem auf 813 Metern ausgebaut. Derzeit setzen Mitarbeiter der Baufirma die Borde im ersten Teilstück, Straßenabläufe werden eingebaut. Auch die Freileitungen kommen weg. Darum kümmert sich aber der Stromversorger.

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