Wolmirsleben l Morgens, als die Frauen des Dorfgemeinschaftsvereins Wolmirsleben, die 19 Tortenböden mit den leckeren Erdbeeren belegen, plagen die Frauen noch Zweifel. "Werden wir den ganzen Kuchen überhaupt los?" 25 Kilogramm der roten Früchtchen haben sie auf einem Erdbeerfeld in Egeln frisch pflücken lassen, beschreibt Vereinsvorsitzende Nicole Bauer.

Eine Stunde nach der Eröffnung des zweiten Erdbeerfestes am Sonnabend steht fest, es hätten noch ein paar Torten mehr sein können. Die Nachfrage nach dem fruchtigen Gebäck übersteigt das Angebot. "Damit hatten wir nicht gerechnet", freut sich Nicole Bauer mit ihren Vereinskollegen. Das Erdbeerfest ist sehr gut besucht. Das kleine Festzelt ist bis auf den letzten Platz gefüllt. Das sei nicht unbedingt zu erwarten gewesen, wo doch in Egeln zeitgleich der Tag der Egelner Mulde gefeiert wird. Schnell vergriffen sich die Erdbeeren auch im Nachbarhäuschen. Hier gibt es die Früchte lose in der Schale mit Sahne. Einen weiteren Teil der Beeren haben die Vereinsmitglieder zu einer Bowle verarbeitet, die ebenfalls reißenden Absatz findet.

Geboren wurde das Fest im vergangenen Jahr, um zwischen dem Frühling und dem Spätsommer eine Veranstaltung in der Gemeinde zu haben, bei der sich die Familien treffen können. In den kommenden Jahren, meint Nicole Bauer, soll sich das Erdbeerfest weiter entwickeln. Zahlreiche Ideen hätten die Vereinsmitglieder bereits gehabt.

Allerdings müssten sich alle im kommenden Jahr mehr mit dem Erntetermin der leckeren Früchte befassen. Dank der früh einsetzenden warmen Witterung in diesem Frühjahr gab es die Erdbeeren sehr früh. Die Haupterntezeit dürfte nun auch rasch wieder beendet sein, weiß sie. "Noch eine Woche länger hätten wir nicht mehr warten dürfen. Dann hätte es keine Erdbeeren mehr gegeben", zeigte sich Nicole Bauer ganz froh, den Termin noch untergebracht zu haben. Und im kommenden Jahr werden die Frauen wahrscheinlich mehr Erdbeertorte produzieren. Die Nachfrage ist auf jeden Fall da, wissen sie jetzt.

Bilder