In Athensleben wurde in diesem Jahr der letzte Ortschaftsrat gewählt. Der Ortschaftsrat in Löderburg bestätigte Mittwoch Elvira Bartsch als Ortsbürgermeisterin.

Athensleben/Löderburg l Einen Aufschrei gab es in Athensleben nicht. Dominik Iser von der Stadtverwaltung erklärte: "Das ist die letzte Wahlperiode für den Ortschaftsrat Athensleben. 2019 wird es hier keinen mehr geben." Grund ist die Regelung, dass Orte mit weniger als 300 Einwohnern keinen Ortschaftsrat mehr haben dürfen. So steht es im neuen Kommunalverfassungsgesetz, das am 1. Juli in Kraft getreten ist.

Athensleben hat derzeit 244 Einwohner. 2019 gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wählen die Athenslebener einen Ortsvorsteher, der sich um die Belange der Bürger kümmert. Oder der Ort lässt sich nach Löderburg eingliedern. Dort könnten die Athenslebener Räte ihre Bürger vertreten und an den regulären Sitzungen und Beratungen teilnehmen.

Die Athenslebener sollen vor der nächsten Wahl eine Empfehlung abgeben, ob sie den Ortsvorsteher oder die Eingliederung wollen. Diesen Wunsch muss der Stadtrat absegnen.

Bei der Sitzung am Mittwoch wurde Jürgen Kinzel wieder zum Ortsbürgermeister gewählt, wie er es schon seit 19 Jahren ist. Sein Stellvertreter ist wieder Jens Stephan. Der Rat besteht jetzt aus sechs Mitgliedern, neu ist Heidelore Schmerler, die aus der Interessengemeinschaft dazukam.

Auf "eine bisher immer konstruktive Zusammenarbeit" verwies der Staßfurter Oberbürgermeister René Zok in seinem Glückwunsch an den neuen Ortschaftsrat in Löderburg. Hier wurde noch Daniela Fröhlich und Henri Körner für ihre bisherige Mitarbeit gedankt.

Der Rat war sich einig, dass Elvira Bartsch Chefin in Löderburg bleibt. Die Linke-Politikerin wünschte sich, dass "wir weiterhin gemeinsam was für Löderburg" tun. "Seit 2002 haben wir schon ganz schön was geschafft", so Bartsch. Zwei Themen würden die Löderburger Vertretung allerdings weiter ganz besonders beschäftigen: der Erhalt der Grundschule und der Hochwasserschutz. "Es gibt aber noch viele andere Dinge. Wir wollen versuchen, das Beste rauszuholen." Dass die Wahlbeteiligung mit 34 Prozent nicht so hoch war, liege unter anderem daran, dass sich viele ältere Bürger vor den Stufen im Wahllokal Sportplatz gescheut hätten, meinte Elvira Bartsch. Und die Senioren würden eben lieber selbst ihre Zettel in die Wahlurne werfen als eine Briefwahl zu nutzen.

Stellvertretender Ortsbürgermeister in Löderburg bleibt Christian Neubauer (FDP).

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