Das Heimatfotorätsel in dieser Woche war wieder einmal kein leichtes. Die Aufnahme, die wir zum Raten zeigten, war nämlich schon sehr alt. Sie stammt aus dem Jahr 1918.

Glöthe l Die Aufnahme hat uns freundlicherweise das Ehepaar Dammann aus Glöthe zur Verfügung gestellt. In der Gaststube ihres ehemaligen Wirtshauses hängen einige Fotos vom ehemaligen Steinbruch in Glöthe.

Die früheste Aufnahme stammt aus den Jahren 1880 bis 1882

Die früheste Aufnahme, die Familie Dammann besitzt, wird auf die Jahre 1880 bis 1882 geschätzt. Daneben hängen noch weitere historische Fotos mit verschiedenen Bezeichnungen für den Steinbruch und den dazugehörigen Betrieb. 1918 werden Werk und Steinbruch mit dem Namen "Cement-Fabrik Saxonia" betitelt. 1925 ist von dem Firmennamen "Portland-Cementwerk Saxonia Glöthe" die Rede.

Die August-Bebel-Straße trug einst den Namen von Friedrich Laas

Wer das Heimatfotorästel dieser Woche entziffern wollte, der musste auf die Erinnerungen seiner Ahnen zurückgreifen. Heinrich Laas aus Bernburg hat den Steinbruch richtig erkannt. Er berichtet, dass der ehemalige Steinbruch einst seinem Großvater Friedrich Laas aus Glöthe gehörte. Nach Friedrich Laas wurde 1938 eine Straße in Glöthe benannt, die allerdings heute August-Bebel-Straße heißt.

Auch Torsten Hempel aus Baiersbronn, der offensichtlich aus Glöthe stammt und hier auch gerade zu Besuch ist, schreibt uns mit die richtige Antwort. "Bei dem Bild handelt es sich um den Glöther Steinbruch. Im Hintergrund sieht man das damalige Zementwerk Laas und Söhne", berichtet unser Leser.

Und weiter: "Ich würde sagen, dass diese Aufnahme so etwa 1910 gemacht wurde. Auf dieses Datum komme ich, da es sich bei diesem Bild um eine Postkarte handelt, in deren Besitz ich bin. Diese wurde 1911 abgestempelt."

Heute ist der ehemalige Steinbruch ein See, der sich hinter der Lithonplus GmbH versteckt.

Gewonnen beim Rätsel hat Heinrich Laas. Die Redaktions-Losfee wird ihn anrufen.

   

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