Knapp eine Woche vor dem Ferienbeginn erhielten die Egelner Sekundarschüler ihre Abschlusszeugnisse. Ein Moment, um Bilanz zu ziehen.

Egeln l Sechs Jahre hatten die jungen Frauen und Männer in der Sekundarschule An der Wasserburg Egeln verbracht. Am Wochenende folgte der Abschied auf die bangen Hoffnungen vor den Abschlussprüfungen. In der Aula des Hauses trafen sich die Schulabsolventen offenbar zum letzten Mal mit ihren Lehrern.

Schulleiterin Christine Jeske verabschiedete die beiden Klassen in einen neuen Lebensabschnitt. Nun ende der bislang längste zusammenhängende Lebensabschnitt für die Schüler, sagte sie.

Jahrelang hatten sie sich auf die Abschlussprüfungen vorbereitet, erinnerte sie. "Unmengen an Wissen rauschten heran oder knapp am Kopf vorbei", kam der Spaß in ihrer Rede nicht zu kurz.

Nach jahrelanger Mühe auf der Schulbank folgt für die Abgänger nun die Ausbildung in einem Beruf. Das Lernen werde dabei nie enden, konnte Christine Jeske den jungen Leuten verraten. Die Schule hat ihnen in den vergangenen zehn Jahren die Grundlagen vermittelt, sich in einen Beruf einzuarbeiten.

Am Freitagabend überwog bei den Absolventen die Freude, einen Lebensabschnitt beendet zu haben. Feierlich überreichte die Schulleiterin die Zeugnisse.

Viele der jungen Leute beginnen in den kommenden Wochen eine Lehre. Dank der geringen Schülerzahlen bundesweit können sich die Schulabgänger bei entsprechenden schulischen Leistungen die Ausbildungsberufe fast aussuchen.

Allerdings bedeutet die Aufnahme einer Ausbildung erneutes Lernen. Diesmal hat die Ausbildung aber vor allem einen praktischeren Bezug. Für die vergangenen Jahre und die Geduld dankten die Schüler ihren Klassenlehrerinnen. Viele gemeinsame Erlebnisse haben die Lehrer mit den Schülern in den zurückliegenden Jahren gehabt. Vor allem die Klassenfahrten seien immer spannend und abwechslungsreich gewesen, meinten die Schüler. Nun beginnt für die jungen Leute der Ernst des Lebens. Doch zunächst werden viele von ihnen einige Wochen ausruhen und sich erholen, bevor die nächste Etappe beginnt.

Nicht ganz einfach waren die schulischen Bedingungen an der Sekundarschule ebenfalls in den zurückliegenden Jahren. Das Gebäude wurde komplett saniert. Jetzt, zum Schulabgang ist das Schulzentrum fertig.

Während sich die Schulabgänger mit ihrer persönlichen Zukunft befassen, bereitet sich die Sekundarschule auf die kommenden Sekundarschüler vor. Drei neue Klassen, war am Rande zu hören, soll es im kommenden Schuljahr geben. Sechs Jahre werden sie dann das Rüstzeug für ihr späteres Leben an der Schule lernen.

Mit Wehmut werden einige Schulabgänger auf die vergangenen Jahre in den kommenden Wochen noch zurückblicken. Leicht wird vielen die Schulzeit im Rückblick erscheinen, wissen die Lehrer von ihren Ehemaligen.