Nach mehrjähriger Bauzeit ist gestern der völlig umgestaltete Platz vor der Leopoldshaller St. Johanniskirche durch Oberbürgermeister René Zok und Pfarrer Kornelius Werner in feierlicher Form wieder seiner Bestimmung übergeben worden.

Staßfurt l "Die Umgestaltung hatte zum Ziel, die vorhandenen Wegebeziehungen und Grünflächen unter Beachtung historischer und denkmalpflegerischer Aspekte aufzuwerten und einen barrierefreien Zugang zur St. Johannis-Kirche zu schaffen", sagte Zok vor dem symbolischen Scherenschnitt.

Die aus Kleinpflaster bestehenden alten Wege wurden entfernt und durch neue ersetzt, die aus allen Richtungen sternförmig auf die Kirche zulaufen. Zudem wurden dort neue Lampen und zur Freude des Seniorenbeirates Bänke zum Ausruhen besonders für die älteren Bürger aufgestellt. Die bislang unbefestigten Flächen wurden in eine Rasenlandschaft verwandelt, der die Mitarbeiter der GSI, Petra Podschun und Barbara Engler, gestern Vormittag den letzten Schliff verpassten.

Die Stadt hatte die Fördermittel aus den Bereichen städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen und Stadtumbau Ost bereits 2011 beim Land beantragt und bewilligt bekommen. Das ab dem 8. März 2012 in zwei Bauabschnitten von Baufirmen aus Staßfurt und Unseburg ausgeführte Vorhaben kostete insgesamt rund 390 000 Euro. Daran musste sich die Stadt mit rund 130 000 Euro Eigenmitteln beteiligen, sagte der Oberbürgermeister. Er dankte allen, die zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. "In weiteren Abschnitten sollen die restlichen Parkflächen sowie die Verbindungen zu den angrenzenden Straßenräumen, zur Grundschule und den sozialen Einrichtungen verbessert werden", kündigte Zok an.

Pfarrer Kornelius Werner äußerte sich erfreut darüber, dass die Stadt den Kirchplatz sanieren lassen hat und dankte den Verantwortlichen. Die Kirche sei ein Übergangsraum, an dem Menschen vorübergehen oder in ihm verweilen. Das Gotteshaus der ehemaligen anhaltischen Gemeinde Leopoldshall, dessen Baubeginn bis in das Jahr 1874 zurückreicht, soll zu jeder Zeit eine Einladung ausstrahlen, sagte Werner. Planer Hans-Joachim Töpfer sagte, er sei hier nicht nur mit Sachverstand tätig gewesen, sondern habe aufgrund der engen Bindung zu dieser Kirche auch eine ganze Menge Herzblut in das Vorhaben mit eingebracht.

Eine Abordnung der Kindertagesstätte "Struwwelpeter" der Stiftung Staßfurter Waisenhaus nahm an der Einweihungsfeier teil, die sie unter Leitung von Kantorin Birgit Wassermann mit einem Programm bereicherte.