Sport wird an der Sekundarschule LebenLernen in Schneidlingen groß geschrieben. Es gibt eine ganze Reihe von Angeboten. Die Teilnahme an vielen Wettkämpfen brachte nun den Titel "Sportlichste Sekundarschule im Salzlandkreis".

Schneidlingen l Marina Engelhardt, Sportlehrerin an der Sekundarschule LebenLernen, ist sich sicher: "Wir sind sehr sportlich." Die lange Reihe an Erfolgen in den vergangenen Jahren gibt ihr Recht. Erstaunlich für die kleine Schule ist die große Vielfalt. Handball, Floorball, Badminton, Leichtathletik sind nur die wichtigsten Sportarten, in denen sich Schüler der Einrichtung mit denen anderen gemessen haben.

"Unsere Schüler sind sehr motiviert", weiß die engagierte Sportlehrerin, die an der Schule auch für außerunterrichtliche Angebote verantwortlich ist. Die Fitness-Arbeitsgemeinschaft ist eines davon und mittlerweile so beliebt, dass die Gruppe geteilt werden musste.

Noch relativ neu im Angebot ist seit einiger Zeit Floorball, das vor zwei Jahren eher zufällig den Weg an die Sekundarschule fand. "Ich habe das in einer Weiterbildung kennen gelernt und fand, das passt ideal zu uns, auch zu unserer Sporthalle", so Engelhardt. Die Schüler nahmen das dankbar an, und in diesem Jahr fuhren zwei Teams der Schule nach Calbe zu den erstmals durchgeführten Kreissportspielen im Floorball.

Doch Sport ist mehr als Wettkampf, mehr als Spiele und Siege. "Ich finde das faszinierend, wie es Marina gelingt, Teamgeist zu schaffen", unterstreicht Schulleiterin Elke Atzler, die ziemlich stolz auf die sportlichen Erfolge ihrer rund 130 Schützlinge ist. Dass die Schülerschaft recht überschaubar ist, birgt übrigens gleich mehrere Vorteile. So hat die Sportlehrerin natürlich einen guten Überblick über die Stärken der Jugendlichen. Andererseits ist der Draht zu den Kollegen sehr kurz, was auch über die Teilnahme an dem einen oder anderen Wettkampf entscheiden kann. "Die Noten müssen stimmen, wenn man mit möchte", betont Engelhardt die wichtige Balance. Ausdrücklich bedankt sie sich bei ihren Kollegen, die immer mitziehen, wenn wieder einmal eine Schülerdelegation die Schule bei irgendwelchen Wettkämpfen vertritt.

Das Soziale und das Miteinander funktionieren sehr gut und sowohl in den Arbeitsgemeinschaften als auch auf dem Pausenhof beobachtete die Sportlehrerin: "Die Schüler erziehen sich gegenseitig, die älteren helfen den jüngeren."

Heiß begehrt sind dabei die beiden Tischtennisplatten, um die sich zu jeder Jahreszeit ganze Scharen versammeln. Notfalls auch mit der Brotbüchse oder der flachen Hand, aber gespielt wird hier in jeder Pause.

Auf sportlichem Gebiet gibt es an der Schule zudem einen ganz besonderen Höhepunkt am Schuljahresende. Gemeinsam mit der Förderschule der Klusstiftung veranstaltet "LebenLernen" ein Spaßsportfest. "Die Schüler sollen lernen, in diesem lockeren Rahmen ohne Berührungsängste mit Menschen mit Behinderung in Kontakt zu kommen", umreißt die Schulleiterin das Anliegen dieses auf beiden Seiten sehr beliebten Festes. Teebeutelweitwurf, Spaßbiathlon oder Wassertransport sind zwar keine olympischen Disziplinen, Spaß macht es aber auf jeden Fall. Im Anschluss wurde auch in der vergangenen Woche wieder Fußball gespielt.

Trotz der vielen Aktionen und der Teilnahme an verschiedenen Wettkämpfen der Kreissportspiele fehlen in diesem Jahr Urkunden. "Leider", räumt Engelhardt ein, "ist unsere Teilnahme bei Jugend trainiert für Olympia schwierig geworden." So muss die Schule in freier Trägerschaft im Unterschied zu staatlichen Schulen die Fahrtkosten neuerdings komplett allein tragen, was die Möglichkeiten erheblich einschränkt.

Das ist schade, denn die Schneidlinger waren in dem bundesweiten Wettbewerb durchaus erfolgreich, qualifizierten sich in ihrer Paradedisziplin Tischtennis regelmäßig bis ins Landesfinale. Für die kleine Schule ist es aber utopisch, einen Bus allein für sich zu chartern und immer auf die Hilfe der Eltern zurückzugreifen, geht leider auch nicht, so dass die Teilnahme im abgelaufenen Schuljahr nicht möglich war.