In Bördeaue scheiterten Gemeinderäte damit, dem Bürgermeister die Befugnis für Auftragsvergaben zu verkleinern.

Bördeaue l Über Auftragsvergaben bis zu einer festgelegten Summe kann der Bürgermeister in der Regel selbst entscheiden. So auch in Bördeaue. Bei der ersten Gemeinderatssitzung wollten einige Gemeinderäte dem Bürgermeister die Befugnis aber kürzen.

Nur noch bis zu einer Höhe von 2500 Euro sollte der Bürgermeister ohne Ratsbeschluss Aufträge erteilen dürfen. Mit Erfahrung aus der abgelaufenen Legislaturperiode, begründeten einige Ratsmitglieder den Vorschlag. Bürgermeister Peter Fries (CDU) empörte sich über die Idee. Selbst die Kommunalaufsicht habe nichts gegen einen höheren Betrag einzuwenden, entgegnete er. Außerdem sollten die Gemeinderäte daran denken, das sich der Gemeinderat dann in kürzeren Abständen treffen müsse, um über Auftragsvergaben zu beschließen. "Wir lähmen uns damit selbst", meinte er.

Bis zu einem Auftragsvolumen von 5000 Euro, so sein Vorschlag solle der Bürgermeister selbst entscheiden dürfen. Ab einem Auftragsvolumen von 2500 Euro wolle er über die Auftragsvergabe die Gemeinderäte künftig per Rundmail informieren, verpflichtete sich Fries im Gemeinderat.

Bei der anschließenden Abstimmung votierte eine Mehrheit für seinen Vorschlag. Nun erhalten die Ratsmitglieder immer eine Mail von ihrem Bürgermeister, wenn der einen Auftrag über 2500 Euro vergeben hat. Hoffentlich, meinte ein Besucher, haben alle Ratsmitglieder auch eine Mailadresse, an die der Bürgermeister seine Information schicken kann.