Der Verdacht eines Betruges hat sich in Hecklingen als offensichtliches Missverständnis herausgestellt. Eine in diesem Zusammenhang aufgetretene Frau ist keine Spendensammlerin. Vielmehr bietet ihre Firma Unternehmen Werbeflächen auf einem Hänger an.

Hecklingen l Entwarnung in Hecklingen: Im Stadtgebiet ist allem Anschein nach keine Betrügerin unterwegs. Die Stadtverwaltung hatte das angenommen, weil im Verwaltungsamt in der zurückliegenden Woche ein Hinweis vom Bauplanungsbüro Uwe Sontach aus Hecklingen eingegangen war. Was war geschehen? Dazu erklärte der Unternehmer, dass er mit der Frau am 22. Juli einen Termin vereinbart hatte. Seine Sekretärin habe an der Tür gefragt, in welcher Angelegenheit sie kommt, daraufhin habe sie sich umgedreht und sei gegangen, weil sie davon ausging, dass kein Interesse besteht. Das habe den Firmenchef stutzig gemacht und er meldete den Fall im Rathaus. Die Verwaltung erhob Anzeige gegen unbekannt und vermeldete, dass Vorsicht geboten ist. (Die Volksstimme berichtete.)

Jetzt hat sich der Fall wohl aufgeklärt. Bei der Frau handelt es sich um eine Mitarbeiterin der Firma "Regenbogen-Netzwerke" mit Stammsitz in München. Sie hat den Kontakt zur Redaktion der Volksstimme gesucht, um ihr Vorhaben vorzustellen. Sie meinte, dass im Bauplanungsbüro von Uwe Sontach zum vereinbarten Termin bis auf die Sekretärin kein Gesprächspartner zugegen war und sie daher davon ausging, dass kein Interesse besteht.

Bei dem "Regenbogen-Projekt" geht es um die Anschaffung eines mobilen Spielgerätes, also einen Hänger mit hochwertigen Sport- und Spielgeräten sowie einer großen Hüpfburg.

Gewerbetreibende können darauf eine Werbefläche für fünf Jahre mieten. Einen Teil des Geldes behält der Initiator als Profit ein, von dem restlichen Geld werden die Spielgeräte angeschafft.

"Der Hänger kann im Gegenzug von allen Kindereinrichtungen und Vereinen der Stadt sowie von den Kinder- und Jugendfeuerwehren der Region kostenfrei genutzt werden", erklärte die "Regenbogen- Mitarbeiterin" gestern den Vorteil. Und: Unternehmen, die auf dem Hänger werben, erhalten ihren Worten zufolge zugleich jeweils zehn Gutscheine. Das heißt, dass sie die Spielgeräte samt Hüpfburg zehn Mal selbst nutzen oder verschenken können.

Im Rathaus ist das "Regenbogen-Projekt" seit längerer Zeit bekannt. Die Aktion traf auf Zustimmung.

Sogar eine Liste mit Firmen, an die sie herantreten kann, wurde der Mitarbeiterin im April zur Verfügung gestellt. Darauf stand auch der Name von Uwe Sontach. Weil die Stadt beim Hinweis von Uwe Sontach aber nicht gleich erkannte, dass es sich um das bekannte Projekt handelt, kam es zu dem falschen Verdacht und der Anzeige.

Die Volksstimme hat jetzt einen Termin zwischen der "Regenbogen-Mitarbeiterin" und dem Bürgermeister Stadt für Mittwoch in die Wege geleitet und wird das Gespräch begleiten. Hans Rüdiger Kosche sagte gestern zu, dass die Stadt die Anzeige zurückziehen wird, sobald ein persönliches Gespräch endgültig Klarheit schafft. Er informierte zudem, dass sein Wehrleiter die Initiative der Firma "Regenbogen "vorgeschlagen hat, damit für die Jugendfeuerwehr Spielgeräte samt Hüpfburg organisiert werden können.

Stadtwehrleiter Heinz Broda erklärte gestern, dass er schon von vielen erfolgreichen Vorhaben der Firma "Regenbogen" erfahren hat.

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