Eine besondere Ehre soll auch in diesem Jahr wieder fünf Frauen zuteil werden, die sich über die Maßen in den Bereichen Kultur, Soziales, Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik engagieren. Jetzt wird die Jury aus den eingereichten Vorschlägen aussieben. Die Salzlandfrauen werden am 14. März ausgezeichnet.

Salzlandkreis. Schön anzusehen sind sie – die Skulpturen, mit denen die fünf Salzlandfrauen ausgezeichnet werden. Aus Ton gefertigt und mit einem individuellen Accessoire werden diese Figuren auch in diesem Jahr wieder fünf Frauen, die sich in den Bereichen Kultur, Soziales, Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik über die Maßen engagieren, würdigen. Bis heute konnten Einzelpersonen, Vereine oder Kirchen aus dem gesamten Salzlandkreis ihre "gute Seele" vorschlagen. Jetzt muss sich die Jury der schweren Aufgabe stellen, aus den rund 20 Einsendungen die fünf Salzlandfrauen herauszufiltern, die während der Festveranstaltung am 14. März in Bernburg mit ihrer Auszeichnung überrascht werden.

"Ich bin schon sehr gespannt auf die Vorschläge", sagt Sabine Blitz. Sie bildet als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Schönebeck gemeinsam mit ihren Amtskolleginnen aus Bernburg und Staßfurt sowie den Sponsoren die Jury, die sich Mitte Februar das erste Mal in diesem Jahr treffen werden. Sie machen sich ihre Wahl nicht leicht, betont Sabine Blitz. Dass ein Jurymitglied seine Favoritin einfach zur Salzlandfrau ernennt, kommt für die Schönebeckerin nicht in Frage.

Zwar setze jedes Jurymitglied eigene Prioritäten, doch am Ende müsse jeder kompromissbereit sein. "Es ist wirklich schwer, eine Frau auszuwählen, denn alle haben es verdient", sagt Sabine Blitz. Sie ist sich sicher: Salzlandfrau zu werden, ist einfach eine Ehre. Und so plaudert Sabine Blitz aus dem Nähkästchen: "Wir haben uns schon manchmal auf Messersschneide gestritten."

Doch diese kleinen Streitereien lohnen sich, ist die Gleichstellungsbeauftragte überzeugt. "Die Frauen, die diese Auszeichnung erhalten, sind wirklich stolz darüber." Es sei schließlich nicht zu unterschätzen, dass die Vorschläge aus dem gesamten Salzlandkreis eingereicht werden, macht Sabine Blitz deutlich. Sie persönlich findet aber auch die Skulpturen, die von einer Schönebecker Künstlerin angefertigt werden, von besonderer Bedeutung. "Die Figur strahlt etwas aus und das projiziert sie auch auf die Siegerin."

Bisher haben die drei Gleichstellungsbeauftragten rund 20 Vorschläge erhalten. Einzelpersonen, Vereine oder Kirchen haben Frauen genannt, die sich in den Bereichen Kultur, Soziales, Gesellschaft, Wirtschaft oder Politik über die Maßen engagieren. "Im sozialen Bereich haben wir die meisten Meldungen, aber das liegt in der Natur der Sache", berichtet Sabine Blitz. "Frauen engagieren sich am meisten im Sozialen."

Auch wenn heute der Einsendeschluss für die Vorschläge ist, hat Sabine Blitz noch einen Hinweis: Vereine, Institutionen oder Unternehmen, deren Vorschläge zur Ehrung mit dem Salzlandfraupreis im Vorjahr nicht berücksichtigt werden konnten, können diese in diesem Jahr erneut einreichen.