Das Gymnasium Egeln hatte am Sonnabend seine Türen geöffnet. Beide Gebäude konnten besichtigt werden. Vor allem war dieser Tag für die künftigen Fünftklässler gedacht. Zum einen konnten sie sich ihre Schule anschauen, zum anderen konnten ihre Eltern schon einmal mit den Lehrern ins Gespräch kommen.

Egeln. Jetzt wird es langsam ernst für die Kinder, die jetzt noch die vierten Klassen in den Grundschulen besuchen. Schon bald müssen sie sich für eine Schule entscheiden. Um die Entscheidung zu erleichtern, öffnet das Gymnasium in Egeln immer zu Beginn des Jahres seine Türen. Einen ganzen Tag lang können sich dann die zukünftigen Schüler zusammen mit ihren Eltern ein Bild machen. Am Sonnabend war es wieder soweit.

Eltern sollten Ruhe bewahren

Manfred Raschkowski, stellvertretender Schulleiter, begrüßte zunächst alle Gäste in der großen Aula im Gebäude I des Gymnasiums. Obwohl er sich freute, dass doch so viele Interessierte den Weg in die Schule gefunden hatten, musste er auf gewisse Schwierigkeiten hinweisen. "Ihnen ist bekannt, dass wir ein Problem haben, die Mindestschülerzahl von 50 zu erreichen. Das hat vor zwei Jahren dazu geführt, dass keine fünften Klassen beschult werden konnten. Im vergangenen Jahr haben wir es wieder geschafft. Ich muss zugeben, dass wir gerade in den geburtenschwachen Jahrgängen stecken. Eine Besserung ist aber in Sicht. Wir haben es nur mit der Unterstützung der Eltern geschafft, dass wir wieder fünfte Klassen beschulen können. Sie haben sich geduldet und sind nicht abgesprungen", erklärte Manfred Raschkowski. Gleichzeitig rief er auch jetzt die Eltern wieder dazu auf, Ruhe zu bewahren, auch wenn Entscheidungen erst kurz vor Beginn des neuen Schuljahres getroffen werden. "Wenn Sie möchten, dass Ihr Kind ab dem kommenden Jahr das Gymnasium Egeln besucht, dann sollten sie wirklich abwarten. Wichtig ist auch, dass sie auf der Schullaufbahnempfehlung das Egelner Gymnasium als Wunschschule angeben", machte der stellvertretende Schulleiter deutlich. Man gehe mit Optimismus an das kommende Schuljahr heran.

Zudem stellte Manfred Raschkowski kurz das Gymnasium vor. Mit 310 Schülern und 30 Lehrern handele es sich um eine eher kleine Schule. Doch man schätze die Größe. "Es ist ein angenehmes Arbeiten. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für uns Lehrer. Es hat etwas von einer großen Familie", so Raschkowski. Gleichzeitig nahm er den Kindern und Eltern die Angst. "Der Inhalt in den Klassenstufen fünf bis sieben des Gymnasiums unterscheidet sich kaum von der Sekundarschule. Wir vermitteln hier keine überdimensionale Stoffmenge", so Raschkowski. Trotzdem müsse man bedenken, dass hier die besten Schüler zusammen kommen. Und es gebe auch eine andere Vorrangehensweise und andere Bewertungsmaßstäbe. "Doch wer fleißig ist, wird keine Probleme bekommen", konnte der stellvertretende Schulleiter berichten. Und wenn doch, sei immer noch Förderunterricht möglich. Doch dieser werde nicht nur für die Aufarbeitung von Lücken und Schwächen angeboten, sondern auch zur Begabtenförderung.

Außerdem wies Raschkowski noch einmal auf das Musikprofil der Schule hin, das aber kein Muss für die Schüler ist, sondern nur ein Angebot der Bildungsstätte. Die Teilnahme an einem Chor des Gymnasiums sei keine Pflicht. Doch Kinder, die musikalisches Interesse zeigen, hätten dann auch die Möglichkeit, einmal in der Woche an der Musikschule teilzunehmen und könnten kostenlos das Spielen eines Instrumentes erlernen.

Das Gymnasium stellt sich vor

Nach der Vorstellung des Gymnasiums konnten sich die Besucher genau ein Bild machen. In den verschiedenen Fachräumen hatten Lehrer und Kursleiter so einiges vorbereitet. Unter anderem konnten sie bei tollen Experimenten und Versuchen zuschauen und sogar mitmachen.

Im Gebäude II, das die fünften Klassen dann besuchen, standen ebenfalls die Räume offen. So konnten die Eltern bereits mit den Lehrern ins Gespräch kommen, und die Kinder konnten entdecken, ausprobieren und bestaunen. Schüler und Lehrer stellten ihre Schule ganz genau vor. So gab es unter anderem Vorführungen der drei Gruppen der Dance-Factory Egeln. Die fünften Klassen hatten ein kleines Musikprogramm vorbereitet. Sie sangen und spielten für die Besucher. Außerdem konnten sich die künftigen Fünftklässler an zahlreichen Experimenten und Versuchen probieren.

   

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