Atzendorf l Die Atzendorfer Kameraden feierten kürzlich den 115. Jahrestag ihrer Ortswehr. Dazu schweiften sie in die Ferne, wie die Kameraden Uwe Brinkmann und Steffen Busch berichteten.

Der Jahrestag - die Wehr wurde am 22. Juli 1899 gegründet - sollte den Feuerwehrleute Spaß und Entspannung bereiten. Die Wehrleitung wollte den Kameraden, die immer so fleißig und engagiert sind, mal etwas Schönes gönnen.

Deshalb bestiegen die Atzendorfer einmal nicht die Feuerwehrautos zu einem Einsatz, sondern ein Schiff - an der Anlegestelle der MS "Saalefee" in Bernburg. Das kleine Schiff mit einem Fahrgastraum von 76 Plätzen hatten die 38 Atzendorfer mit Partnern, Freunden und Sponsoren für eine Fahrt saaleaufwärts gebucht.

Bei diesem schönen Wetter begaben sich die Kameraden gleich auf das Oberdeck, ließen sich die Sonne ins Gesicht scheinen und genossen den Blick auf die Landschaft des Saaletals bis nach Kloschwitz. Vorbei an Plötzkau - hier fuhr das Schiff unter der A 14 hindurch - ging die Fahrt nach Kustrena und dann zu den Saalebrücken und zur Schleuse von Alsleben.

Die Atzendorfer Wehr wurde am 22. Juli 1899 gegründet

Inzwischen bot auch der Service auf dem Schiff im klimatisierten unteren Schiffsbereich ein schmackhaftes, gutbürgerliches Mittagessen, temperierte Getränke und köstliche Eisbecher, so dass die Fahrt zum Vergnügen wurde. Und, was an diesem Tag besonders wichtig war, es gab mal keine Arbeit für die Kameraden. Es musste niemand gerettet und kein Brand gelöscht werden.

Weiter ging die gemütliche Fahrt nach Könnern, vorbei an der modernen Zuckerfabrik, zu einer zweiten Schleuse in Rothenburg. Hier schloss sich das letzte Stück Fahrt an, das die Atzendorfer nach drei Stunden zum Wendepunkt der Schiffsreise nach Kloschwitz brachte.

Auf diesem Wege wollen sich die Kameraden auch bei allen Sponsoren und Unterstützern, den Kameraden aus Üllnitz und Löderburg für ihre logistische Unterstützung, dem Kreisfeuerwehrverband sowie den Organisatoren in der eigenen Wehr und bei der Besatzung des MS "Saalefee" für diese schöne Ausflugsfahrt bedanken.

Außerdem wurde die Kameradin Yvonne Braunroth auf dieser Fahrt für ihr hervorragendes Engagement als Betreuerin in der Kinderfeuerwehr mit einem kleinen Präsent geehrt.

Und es gab auch schon Ideen und Gedanken für einen möglichen weiteren Ausflug. Bei nächster Gelegenheit will man dem Spreewald einen Besuch abstatten.

Dann stand die Rückfahrt auf der Tagesordnung, die ebenso angenehm und pro-blemlos verlief. So kamen die Kameraden am Abend heil wieder in Atzendorf an und konnten gleich in ein Grillfest auf dem Sportplatzgelände einsteigen. Das war ein ebenso positiver Ausklang, für den das Team der "Sportlerklause" ein Dankeschön bekommen soll.