Auf der diesjährigen Jungtierschau des Hecklinger Rassekaninchenzuchtvereins hat sich ein dickes Fellknäuel über viele Streicheleinheiten der Besucher gefreut. Seit vielen Jahren war erstmals wieder ein Angora Kaninchen ausgestellt. Das ist sehr selten

Hecklingen l Putzig sieht es aus das Angora Kaninchen. "Typisch für die Rasse sind Puschelohren, Backenbüschel und das Wollknäuel drum herum", erklärt Vereinschef Hans-Günther Kühne. Er freut sich, dass das Tier in diesem Jahr die Blicke auf sich zog.

"Das Angora Kaninchen ist wirklich eine Rarität, weil es ganz, ganz selten geworden ist."

Möglich machte das Torsten Priese. Ihm gehört der plüschige Geselle. Es handelt sich um ein Jungtier, das im Januar seinen Geburtstag hatte. Auf einen Namen hört der haarige Nager nicht. Dafür kennt sich Torsten Priese mit der Pflege des Tieres bestens aus. Angora Kaninchen sind nämlich viel aufwändiger zu halten als andere Rassen. Kein Wunder, bei der Haarpracht. "Sie müssen alle acht Wochen geschoren werden", weiß seine Frau, Monique Raasch. "Bei unseren zwei Tieren fällt aber nicht genug Wolle an, als das wir sie weiter verarbeiten", sagt sie und erklärt, dass die Langohren aufgrund ihres Fells nur dick wirken. "Würde man sie scheren, wären sie nur halb so groß", berichtet die Hecklingerin. "Jetzt bringt das Tier bestimmt zirka vier Kilogramm auf die Waage", schätzt Hans-Günther Kühne das Gewicht. Er sagt, dass er die Rasse früher selbst im Stall hatte, aber davon abkam, eben weil die Pflege so zeitintensiv ist. Nur wenige Züchter nehmen das noch in Kauf. "Das Angora Kaninchen ist wirklich eine Rarität, weil es ganz, ganz selten geworden ist", erklärt Hans-Günther Kühne. Auch für die Preisrichter sei die Bewertung nicht einfach. Sie können die Form nur fühlen. In Hecklingen war der Exot unter den Rassekaninchen im Streichelgehege aber vor allem für die vielen Kinder ein Hingucker zum Anfassen. "Wir freuen uns über die Besucher. Am Nachmittag kommen bestimmt noch viele Senioren", meinte Hans-Günther Kühne am Sonnabend gegen 11 Uhr am Morgen.

Viele Gäste schauten sich derweil schon auf dem Gelände um. Der Verein freute sich wieder, den Hof der Grundschule zu nutzen und möchte der Stadt dafür danken. Auch das Wetter spielte gerade so mit. 2013 musste die Veranstaltung verschoben werden, weil es für die Tiere zu heiß war.

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