Einen schönen Abschluss fand am Sonntag das 166. Heimatfest von Osmarsleben. Antonia Breitenbach wurde noch einmal Jugendschützenkönigin. Die gut gelaunten Festgäste brachten die Majestäten nach Hause und ließen sich von ihnen bedienen.

Osmarsleben l Trotz des Mistwetters am Sonntag konnte Thomas Huhnstock nochmal richtig viele Leute vor die Festbühne bewegen. Der Chef vom Dorfclub Osmarsleben hatte nämlich Wichtiges zu verkünden: Die vielen Könige und Gewinner der Wettbewerbe, die beim 166. Heimatfest aus Spaß an der Freunde mitgekämpft hatten.

Höhepunkt bei den Wettbewerben war das Straßenkegeln, das sich die Osmarslebener vor neun Jahren mal in einem anderen Dorf abgeguckt hatten. "Acht Mannschaften waren am Start. Die Plätze sind dabei immer schnell vergeben", erklärte Thomas Huhnstock. "Das Straßenkegeln hat auch in diesem Jahr wieder voll reingehauen."

Auch sonst kam das Fest gut an, der Platz war knackevoll. "Die Disko war gut besucht, trotz des schlimmen Unwetters", freute sich Rosi Stemmler, die Finanzchefin des Dorfclubs. "Ich danke allen Vereinsmitgliedern, dem Vorstand, allen Sponsoren, Akteueren und freiwilligen Helfern", betonte Thomas Huhnstock.

Eine gefeierte Person beim Fest war Antonia Breitenbach. Sie wurde zum wiederholte Mal, wie im vergangenen Jahr, Jugendschützenkönigin beim Luftgewehrschießen der Mädchen. Mit der Schalmeienkappelle Latdorf und vielen Feiernden wurde die Zwölfjährige nach Hause gebracht. Arm in Arm mit ihren Brüdern stand sie dann vor dem Haus ihrer Eltern, wo Thomas Huhnstock eine kleine Rede heilt.

Die ganze Familie war ziemlich stolz. Viele Auszeichnungen hängen schon an ihrem Haus. "Die sind alle von unseren Kindern", erklärt der Vater Dirk Breitenbach. Er habe seinem Nachwuchs, Antonia und ihrem Bruder Niklas, zwar das Schießen beigebracht, aber bei den Wettbewerben macht er selbst nicht mehr mit. Antonia Breitebach erklärt ihren Erfolg bescheiden so: "Ich übe halt oft in der Garage mit meinem Opa."

Wer einen Schützenkönig in der Familie hat, der muss auch gute Vorräte an Schnaps, Bier und Saft haben. "Am Sonnabend haben wir ja schon erfahren, dass sie wieder Königin wird, da haben wir alles noch besorgt", erklärt die Großmutter von Antonia Breitenbach, Rosi Stemmler.

Sie und weitere Freundinnen des Hauses hatten alle Hände voll zu tun, als der ganze Tross des Festumzugs inklusive Kapelle mit Getränken versorgt werden wollte. "Aber wir kennen das ja schon und sind vorbereitet gewesen", sagte Rosi Stemmler lachend.

Schon bei Familie Breitenbach floss der Alkohol in Strömen, wie man so schön sagt. "Das geht den ganzen Abend so", erklärte Rosi Stemmler. Das Haus ihrer Familie war nur eine von vier Stationen des Umzugs. Die feiernden Osmarslebener hatten noch das Haus vom Jugendkönig im Luftgewehrschießen, Janek Dobritz, und Jugendkönig im Adlerschießen, Florian Dobritz, vor sich und das von Ronny Huhnstock, König im Adlerschießen der Männer.

"Die Osmarslebener sind sehr trinkfest. Die halten alle bis zum Schluss durch", erklärte ein Gast der Presse. Der Umzug durch das Dorf war der fulminante Abschluss des viertätigen Heimatfestes.

Das Badewannenrennen wird an diesem Sonnabend, ab 14 Uhr, mit Getränkestand an der Wipper nachgeholt. Anmeldungen sind noch möglich. Das Badewannenrennen wird, trotz des geänderten Datums, ein Riesen-Spektakel werden, ist sich Thomas Huhnstock sicher.

Wer außer den 13 schon angemeldeten Teams noch am Rennen teilnehmen will, kann sich als Mannschaft gern noch beim Dorfclub Osmarsleben anmelden. "Macht noch mit! Baut noch mehr Boote! Eine Woche habt ihr noch Zeit", forderte Thomas Huhnstock alle Einwohner von Saale-Wipper auf.

   

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