Während das Unwetter Anfang der Woche in Hecklingen viele Straßen unter Wasser setze, wurden Arbeiten zum grundhaften Ausbau der Ascherslebener Straße nicht beeinträchtigt. Auch sonst liegt das Projekt gut in der Zeit. Alles spricht dafür, dass die neue Fahrbahn Ende Oktober wieder frei sein wird.

Hecklingen l Seit knapp drei Monaten wird die Landesstraße 73 in Hecklingen grundhaft ausgebaut. Im Moment laufen Arbeiten im ersten Bauabschnitt. Dieser beginnt in Höhe des Buschwegs und zieht sich bis zum Ortsausgang Richtung Winningen hin. Eine Schwarzdecke wurde in diesem Bereich am Dienstag fertig aufgetragen. Diese setzt sich aus drei Ebenen zusammen.

"Wir liegen voll im Plan."

Als Untergrund dient eine zwölf Zentimeter hohe Tragschicht. Diese war am Montag beim Starkregen schon drauf. "Alles ist damit gut abgelaufen. Es kam zu keinen Beeinträchtigungen", teilte Schachtmeister Gerald Berlig gestern mit. Dazu habe weiterhin der Umstand beigetragen, dass die Gossensteine auf beiden Seiten der Straße bereits gesetzt waren, ebenso etliche Regeneinläufe. Hinzu kommt seinen Worten zufolge, dass die Straße über ein Dachprofil verfügt. Das bedeute, dass das Wasser von der Mitte aus jeweils mit einem Gefälle von 2,5 Prozent gleichmäßig nach rechts und links abfließen kann und dann dort von einem Längsgefälle in die Straßenabläufe strömt. "Sie stehen zirka alle 40 Meter in der Gosse", so Berlig.

Insgesamt schreitet die Maßnahme seiner Einschätzung nach bestens voran. "Wir liegen voll im Plan", sagte der Bauchfachmann, dass der geplante Abschluss der Arbeiten Ende Oktober dem jetzigen Stand nach eingehalten werden kann. Wann er den ersten Bauabschnitt freigibt, kann er im Moment aber noch nicht bekannt geben. Am Dienstag wurden die zwei abschließenden Schichten der Schwarzdecke mit großen Maschinen aufgetragen.

"Es wird trotzdem noch keine Durchfahrt möglich sein. Wir werden aber dafür sorgen, dass Anwohner die Zufahrt zum Burgtal demnächst wieder nutzen können", kündigte Berlig an.

Darauf angesprochen, welche Arbeiten seine Einsatztruppe im Moment erledigt, informierte er, dass der Gehweg im ersten Bauabschnitt einseitig gebaut wird. Die Männer setzen Tiefborde, führen Pflasterarbeiten durch und kümmern sich um die Garagenzufahrten. In der kommenden Woche soll parallel mit dem grundhaften Ausbau der Fahrbahn im zweiten Bauabschnitt begonnen werden. Er schließt an das erste Teilstück von der Einmündung Buschweg an und geht bis zum Buswendeplatz.

Die Sanierung der Ascherslebener Straße ist ein Gemeinschaftsprojekt. Das Land Sachsen-Anhalt finanziert mit dem Ausbau des Straßenkörpers den Löwenanteil. Die Stadt Hecklingen kümmert sich um die Nebenanlagen. Alles in allem wird die L73 damit auf 813 Metern saniert. Die Kosten belaufen sich insgesamt auf rund 800 000 Euro.

Der Energieversorger wird noch die alten Freileitungen zurückbauen. Zum Projekt gehört weiterhin eine neue Straßenbeleuchtung. Arbeiten an den Wasser- und Abwasserkanälen sind nicht erforderlich.