Das Hecklinger Heimatfest ist wieder da. Nachdem die Traditionsveranstaltung etliche Jahre den Dornröschenschlaf schlief, hat ein Organisationsteam mit vielen Helfern und weiteren Mitwirkenden sie wieder wach geküsst. Viele hundert Hecklinger und ihre Gäste dankten mit ihrem Besuch.

Hecklingen l Die Freude stand Sylvia Haas schon Sonnabendmittag ins Gesicht geschrieben. "Ein toller Auftakt. Die Leute freuen sich über das Fest", berichtete Mitinitiatorin der Veranstaltung von ganz vielen lobenden Worten. Gestern Vormittag war die Sprecherin der Veranstaltung immer noch voll des Lobes. "Ein Großes Dankeschön an alle Hecklinger. Sie haben das Fest so toll angenommen und damit dazu beigetragen, dass es so spitze wurde. Die Mühen haben sich voll und ganz gelohnt."

Schon am Freitag war die Veranstaltung eröffnet worden. Danach ging auf dem Platz vor dem Stadtsaal "Stern" vor allem für viele Kinder und ihre Familien, Freunde und Bekannte die Post ab. Ein Kettenkarussell stand nicht still, ebenso das benachbarte Kinderkarussell. Zwischen Händlern, Fischbrötchen und heißen Waffeln kam der Ort auch am Abend zusammen.

"Ein Großes Dankeschön an alle Hecklinger. Sie haben das Fest so toll angenommen und damit zum Erfolg beigetragen. Die Mühen haben sich voll und ganz gelohnt."

Wer wollte, genehmigte sich einen leckeren Cocktail im Festzelt oder tanzte in die Nacht. Zwei Disjockeys sorgten für Stimmung. DJ Franky und Thomas Nagel, der die Feier mit aus der Taufe hob, animierten die Gäste zum Tanzen. Sonnabend ging die Party weiter.

Viele Gewerbetreibende waren mit einem Stand vertreten. "Die Veranstaltung ist toll. Wir hoffen, dass sie im nächsten Jahr noch größer wird", sagte Geschäftsmann Mario Sandner. "Hier ist es wunderbar. Ich weiß gar nicht so genau, wann es in Hecklingen das letzte Mal ein Stadtfest gab", schätzte Besucherin Susi Bleile, dass das schon mindestens zehn Jahre her sein muss.

Die Wiederbelebung kam auch bei Sabine Wesemann an. Zusammen mit ihren Kindern und Enkeln genoss sie die Mittagssonne bei einer Bärlauchbratwurst. "Die Kinder sind ganz verrückt auf das Karussell", freute sie sich, dass die Kleinen so viel Spaß hatten.

Die Mädchen und Jungen konnten auch eine Runde mit dem Feuerwehrauto durch den Ort drehen. Die Kameraden hatten eine Technikschau vorbereitet. "Wir sind heute mit neun Leuten hier", berichtete der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Michael Frank. Natürlich sei das Mitwirken an der Veranstaltung für die Wehrleute Ehrensache gewesen, sagte der Gruppenführer. Viele weitere Helfer trugen gleichfalls zum guten Gelingen bei.

Die Kirchengemeinde beteiligte sich. Interessierte konnten auf Führungen durch die romanische Basilika viel Wissenswertes zur Historie erfahren. Im Gotteshaus öffnete zudem ein Kuchenbasar.

Im Festzelt sang derweil der Frauenchor. Auch die Hobbysängerinnen hatten fleißig Kuchen gebacken. Bei Kaffee und Gebäck durfte Sport beim Heimatfest nicht fehlen. Dafür sorgte der Tea-Kwon-Do-Sportschullehrer Peter Wolf aus Hecklingen mit einer Vorführung. Der Jugendclub der Stadt baute eine Mal- und Bastelstraße für Mädchen und Jungen auf. Wer wollte, konnte danach mit einem bunt geschminkten Gesicht über den Platz toben.

Gelungener Versuch: Fest soll auch 2015 stattfinden

"Es war proppenvoll. Wir sind super zufrieden", fiel das Fazit von Chefveranstalter Carsten Kleimeyer durchweg positiv aus.

Auch das Wetter habe bis auf einen kurzen Regenschauer am Nachmittag mitgespielt. Eine Elvis-Show am Abend sei gleichfalls super gelaufen. Zusammen mit Sylvia Haas und Thomas Nagel gehört Carsten Kleimeyer zum Organisatorenteam. Im Mai war die Entscheidung gefallen, dass sich die Drei die Veranstaltung auf die Fahne schreiben. Über zehn Sponsoren konnten gewonnen werden.

Die Feier war für die Event-Manager ein Versuch. Nach der Reanimation des Stadtfestes steht für sie fest, dass die Reise weiter geht. "Von uns aus jedes Jahr wieder", sagte Sylvia Haas ohne zu zögern sofort zu, dass die Resonanz sie zuversichtlich stimmt. Im kommenden Jahr soll also wieder gefeiert werden? " Na, klar", fiel ihre Antwort eindeutig aus. Zudem besteht dann Aussicht auf ein noch größeres Spektakel. Denn immerhin haben die Hauptakteure jetzt viel mehr Zeit, noch mehr Leute mit ins Boot zu holen.

   

Bilder