Das Sportlerheim des SV Warmsdorf ist in einem katastrophalem Zustand. Bei Starkregen tropft das Wasser in die Container und steht in allen Räumen zentimeterhoch.

Warmsdorf l "Das größte Problem ist, dass der Regen durch das Dach läuft und es dann in den Räumen steht", erklärt David Hildebrandt, Nachwuchsleiter beim SV Warmsdorf. Da einzelne Container zusammengestellt sind, die Übergänge undicht sind und das Dach aus einfachen Blechlamellen besteht, rinnt das Wasser durch.

"Neulich beim Starkregen war es besonders schlimm", erklärt David Hildebrandt und zeigt ein Foto, das er gemacht hat (Bild unten links). Das Wasser stand im Gemeinschaftsraum, den Umkleideräumen, den Toiletten - überall und das zum dritten Mal in diesem Jahr. "Da das Problem schon seit vergangenem Jahr besteht, wellen sich der Fußboden und die Decke", so Hildebrandt. In einem Raum ist der Boden sogar schon durchgebrochen, es klafft ein Loch. "Teilweise haben wir Bretter drüber gelegt. Im Bad haben wir selbst neu gefließt", sagt der Sportler.

"Schlimm ist es auch, dass wir unsere Besucher bei den Fußballspielen auf diese Toiletten schicken müssen", sagt der Vorsitzende des SV Warmsdorf, Achim Jarkulisch, und zeigt einen kleinen Container-Anbau mit gewelltem Boden.

Der Sportverein Warmsdorf ist seit 1999 in den Containern untergebracht, das alte Sportlerheim war nicht mehr nutzbar. "Eigentlich sollte es ein Provisorium sein", sagt Achim Jarkulisch. Der Container ist Eigentum der Stadt Güsten, es gibt einen Nutzungsvertrag mit dem Verein.

Vor einigen Wochen hatte sich der Verein an die Stadt gewandt, es kam keine Antwort. Daher holte Achim Jarkulisch am Freitag das MDR-Fernsehen mit der Sendung "Sachsen-Anhalt heute" nach Warmsdorf. Vor laufender Kamera versprach Bürgermeister Helmut Zander zu helfen. Gestern sagte dieser gegenüber der Volksstimme: "Wir haben nun die verstopften Abflussrinnen geöffnet und gespült. Deswegen hatte sich das Wasser auf dem Dach gestaut. Ich habe auch darum gebeten, dass das Dach einmal richtig sauber gemacht wird." Für mehr sei aber kein Geld da, deutet er an.

Achim Jarkulisch sagte gestern: "Wir warten nun ab, ob das mit dem Regenwasser jetzt besser klappt und dann müssen wir sehen, dass die kaputten Stellen an Fußboden und Dach erneuert werden."

Dennoch ist das Vereinsheim viel zu klein, sagt David Hildebrandt: "Der Verein ist im vergangenen Jahr extrem gewachsen. Wir haben 60 Kinder in vier Kindermannschaften beim Fußball, damit sind wir rund 100 Mitglieder." Feiern im kleinen Gemeinschaftsraum sind für so viele Sportler gar nicht mehr möglich und beim Umziehen wird es eng.

Der Fernsehbeitrag ist zu sehen unter: www.mdr.de/sachsen-anhalt-heute/mmg-sah-freitag100.html

   

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