Nicht mehr lange hin ist es bis zum Güstener Stadtfest am 13. September. Dringend werden noch Sponsoren und Unterstützer gesucht. Denn alle Einnahmen vom vergangenen Fest sind weg.

Güsten l 600 Euro wurden beim Stadtfest in Güsten im vergangenen Jahr eingenommen. Beim diesjährigen Fest sollte das Geld eigentlich dafür zur Verfügung stehen, Tombola-Gewinne zu kaufen und den Güstenern mit der Verlosung wieder ein kleinen Adrenalin-Höhepunkt beim Stadtfest am 13. September zu verschaffen.

"Aber wir haben das ganze Geld im vergangenen Jahr den Hochwasseropfern in Alsleben und Plötzkau gespendet", sagte Marlis Bey (CDU), Vorsitzende des Güstener Kulturausschusses, bei der jüngsten Sitzung. "Daher sind wir jetzt bei Null."

Deswegen müssen sich die Ausschussmitglieder, die das Stadtfest organisieren, sputen. "Wir müssen jetzt anfangen. 1000 Euro sollten wir zusammenbekommen", erklärte Ausschussmitglied Gerhard Malkowski (CDU). Die Mitglieder des Ausschusses haben nun eine Liste aller Unternehmen der Stadt zur Hand genommen und werden mit dem Klinkenputzen beginnen. Wer als Unternehmen oder Privatperson etwas für das Stadtfest spenden möchte, kann Marlis Bey aber auch gern direkt ansprechen.

Ansonsten steht das Programm für das Fest am Sonnabend, 13. September, in groben Zügen fest. Um 11 Uhr soll es beginnen, gefeiert werden soll bis in die Nacht hinein.

Klar ist, dass DJ Semmel das Fest musikalisch begleiten wird. Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit. Für das Bühnenprogramm sind die Bernburger Cheerleader eingeplant und drei Tanzgruppen vom ESV Lok Güsten. Das sind die "Kleinen Teufel", die "Minizicken" und die "Crazy Girls", die von Yvonne Stanczyk und weiteren Sportlerinnen trainiert werden.

Auf der Bühne wird auch der Salzlandpokal wieder den Gewinnern der Sportwettkämpfe übergeben.

Für das Drumherum sorgen Vereine und Organisationen aus der Stadt. Der Reiterhof ist mit Ponyreiten für Kinder da. Die Jäger, der Frauenchor, der Heimatverein und der ESV Lok Güsten sind präsent und geben Auskunft über ihre Arbeit.

Ein witziger Höhepunkt soll der sogenannte Negerkuss-Weitschuss werden. Diese Aktion sei sehr amüsant, verrät Marlis Bey, die sich so etwas schon einmal angesehen hat. Damit keiner vom Fleisch fällt, kommt der Dorfgemeinschaftsverein Amesdorf/Warmsdorf mit der Feldküche und wird die Besucher bekochen.

Ein Feuerwerk wollten die Stadträte eigentlich auch gern beim Fest sehen. "Aber das ist viel zu teuer", meinte Gerhard Malkowski zu den Kostenvoranschlägen. Zwischen 1400 und 2000 Euro soll so ein Feuerwerk kosten. Die Stadt hat für das Heimatfest aber nur 1000 Euro im Haushalt eingeplant. Ein Feuerwerk kann es daher am 13. September nicht geben.