Das Straßenfest der Cochstedter Feuerwehr war in diesem Jahr ein Jubiläumsfest. Viele Besucher hatten vor dem Depot in der Lindenstraße bei ganz viel Musik ihren Spaß. Der Spielmannszug feierte seinen 55. Jahrestag und auch dem Nachwuchs der Wehr konnte gratuliert werden. Danach musste keiner hungrig nach Hause gehen.

Cochstedt l Randvoll war die Gulaschkanone der Coch- stedter Kameraden kurz vor dem Mittag noch. Wie viele Liter in dem großen Kessel kochten, konnten Renate Flügel und Ilse Feldheim aber gar nicht so genau sagen. Dafür bestätigten sie mit Sicherheit, dass die Hausmannskost selbst zubereitet wurde. Mit Kochlöffeln im XXL-Format rührten die zwei Kameradinnen die Suppe zum Aufwärmen noch einmal richtig um.

Die nächste Gulaschkanone stand gleich daneben. Ihr Ausschank war zu dieser Zeit schon offen. Eugen Görecke und Holger Deike von der befreundeten Wehr aus Schadeleben bedienten den Kochapparat auf Rädern. Viele Teller Gulasch mit Nudeln reichten sie über die Theke und auch die benachbarte Wehr aus Schneidlingen hatte an ihrem Mega-Kochtopf alle Hände voll zu tun, damit alle satt werden.

Wer wollte, bekam dabei die passende Feuerwehrmusik auf die Ohren. Die Kapellen gaben sich die Klinke in die Hand. Kein Wunder. Der 55. Geburtstag des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr Coch- stedt war in diesem Jahr ein Anlass für die Veranstaltung. 34 Mitglieder freuten sich über viele Gratulanten. Freunde reisten unter anderem aus Wedderstedt, Lindau, Zerbst und Biere an. Das freute die Gastgeber. Spielmannszugleiter Joachim Scheller aus Cochstedt war mehr als zufrieden. "Bis auf die noch fehlende Sonne ist alles super", sagte er am Mittag. Zuvor war der Musikchef ausgezeichnet worden. Nicht ohne Stolz zeigte er Urkunde und Anstecknadel. Denn der Oberbrandmeister war vom Deutschen Feuerwehrverband mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze geehrt worden. Er war glücklich und kündigte ein Platzkonzert mit allen Spielmannszügen an. "Um 13 Uhr kommen noch die Stadtpfeiffer aus Aschersleben", versprach Scheller einen weiteren Höhepunkt und sagte, dass auch die Blasmusikanten aus der Harzvorstadt aufspielen werden. Derweil war für Kinder allerhand los. Mädchen und Jungen konnten mit dem Feuerwehrauto oder der Kutsche eine Runde drehen, Karussell fahren oder Büchsen mit einem Wasserstrahl umhauen. Eine Losbude war aufgebaut, es gab Waffeln und Pommes. "Wir freuen uns jedes Jahr auf das Straßenfest. Es ist immer gut besucht", weiß die Coch- stedterin Renate Flügel.

   

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